Acht Sieger an sieben Festen

Traditionsgemäss an einem Samstag fand am 22. Juli mit dem Weissenstein-Schwinget das vierte Bergfest der Saison auf dem Programm. Ebenfalls trafen sich die Schwinger an sechs Regionalfesten.
Christian Stucki dominierte auf dem Weissenstein. (Bild: Rolf Eicher)

Am Samstag, 22. Juli, holte sich Christian Stucki den Weissenstein-Titel. Zu später Stunde am Abendschwinget Fankhaus, der noch wegen eines heftigen Regengusses kurz unterbrochen werden musste, gewann Michael Scheuner. Am Sonntag folgten zusätzlich vier weitere Regionalfeste.

Weissenstein-Schwinget ob Solothurn: Chrisitan Stucki obenaus
Sechs Mal liess sich Christian Stucki ein Kreuzlein aufs Notenblatt notieren. Zwei davon galten Eidgenossen - Bruno Gisler im ersten Gang und Simon Anderegg im Schlussgang. Er schwang auch im Schlussgang auf Angriff, obwohl im ein gestellter Gang gereicht hätte. Damit holte sich Stucki den 37. Kranzfestsieg bzw. den 117. Kranz. Aber auch der zweitplatzierte Bernhard Kämpf und Schlussgangteilnehmer Anderegg legten zwei Eidgenossen auf den Rücken. Die Berner holten sich auf dem Weissenstein von 14 abgegebenen Kränzen deren 12. Einzig Nick Alpiger und Stephan Studinger konnten als Gastgeber kranzgeschmückt nach Hause. Die Südwestschweizer gingen gar leer aus.

Bergschwinget Klöntal: Roger Rychen glücklicher Sieger
Noch zur Halbzeit lag Schlussgangteilnehmer Reto Landolt mit dem Punktemaximum voraus. Nachmittags zog Roger Rychen, der zum Auftakt gegen Fabian Kindlimann stellte, gemeinsam mit Landolt in einen reinen Glarner Schlussgang ein. Rychen blieb siegreich, Landolt blieb dennoch der Ehrenplatz gemeinsam mit Shane Dändliker. Eidgenosse Peter Horner bestritt das letzte Schwingfest seiner 20-jährigen Laufbahn und schloss auf Rang drei.

Abendschwinget Fankhaus: Michael Scheuner fast makellos
Zu später Stunde liess sich Michael Scheuner zum Sieger küren. Er musste einzig mit Heinz Habegger die Punkte teilen. Viermal holte er die Maximalnote. Sein Schlussganggegner war Marcel Bremgartner. Bremgartner verlor vor dem Schlussgang nur gegen den einzigen Eidgenossen im Feld, Damian Gehrig. Gehrig kam an diesem Abend nicht in Schwung: drei gewonnene und drei verlorene Gänge. Den zweiten Schlussrang sicherten sich Jonas Michel, Habegger und Adrian Gäggeler, Bremgartner beendete auf Rang drei.

Brambrüesch-Schwinget Churwalden: Armon Orlik in Schwung
Armon Orlik war seiner Favoritenrolle deutlich gerecht geblieben. Sechs Siege, vier davon mit der Maximalnote, ergaben sein Gesamttotal von 59,50 Punkten; zwei Punkte Vorsprung vor Ruedi Eugster auf dem zweiten Schlussrang. Als einziger konnte der Berner Gast Remo Schenkel noch mithalten, der sich aber einem wuchtigen Kurz von Orlik im Schlussgang nach nur drei Sekunden geschlagen geben musste.

Ramslauenenschwinget Kiental: Ruedi Roschi mit Punktemaximum
Ebenfalls mit sechs Siegen, sogar mit dem Punktemaximum von 60,00, gewann Ruedi Roschi im Kiental in überlegener Manier. Er bezwang im Schlussgang den Appenzeller Dominik Schmid schon in der ersten Minute. Für Roschi war es mit dem Weissenstein-Kranz vom Vortag ein erfolgreiches Wochenende. Eidgenossen waren keine am Start.

Menzberg-Schwinget: René Suppiger hiess der Sieger
Der einzige Eidgenosse im 113-köpfigen Teilnehmerfeld, René Suppiger, wurde seiner Favoritenrolle gerecht und bezwang im Schlussgang den nach fünf Gängen punktehöchsten Reto Gloggner mit Kniestich. Hinter Suppiger konnten sich Pirmin und Damian Egli sowie Jonas Brun platzieren. Gloggner blieb der dritte Schlussrang.

Zugerberg-Schwinget: Zwei Sieger in der Zentralschweiz
Mit Remo Betschart und Bruno Linggi liessen sich auf dem Zugerberg zwei Schwinger zum Sieger ausrufen. Da kein Eidgenosse anwesend war, schlüpfte Marcel Bieri in die Favoritenrolle. Nach einem Gestellten zu Beginn gegen den späteren Sieger Linggi und einer Niederlage gegen den Schlussgangteilnehmer Roland Kälin fiel er allerdings aus der Entscheidung. Betschart bezwang Kälin in der sechsten Minute mit Kurz, Linggi gewann seinen sechsten Gang. Damit konnten Betschart und Linggi gemeinsam feiern.

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