Brünig: Erich Fankhauser erbt

Weil der Entlebucher Joel Wicki und der Berner Oberländer Schwingerkönig Kilian Wenger sich im Schlussgang nach zwölf Minuten resultatlos trennen, kommt Wickis Klubkamerad Erich Fankhauser zum seinem grössten Triumph seiner Laufbahn.
Grosser Tag für Erich Fankhauser. (Bild: Rolf Eicher)

Riesige Überraschung auf dem Brünig, wo die Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle erlebten. Am Morgen die Berner obenauf mit drei Schwingern, gemeinsam mit dem Nordwestschweizer Nick Alpiger an der Spitze - am Nachmittag die grosse Aufholjagd der Innerschweizer in den Gängen vier und fünf - und am Ende ein gestellter Schlussgang mit einem lachenden Dritten.

Am Mittag führte Überraschungsmann Florian Weyermann zusammen mit den weiteren Bernern Kilian Wenger und Florian Gnägi sowie Nick Alpiger, alle mit drei Gewonnenen. Im vierten Gang unterlag Wenger Alpiger, dazu drehten Joel Wicki, Christian Schuler, Erich Fankhauser und Andi Imhof gross auf. Im fünften Gang fiel die Berner Festung endgültig. Wicki bezwang Florian Gnägi, Imhof Remo Käser und Schuler den führenden Nick Alpiger.

Vorzug für Wenger
So führte nach fünf Gängen Joel Wicki, einen Viertelpunkt vor dem Trio Schuler, Imhof und Wenger. Wenger machte bei seinem Sieg gegen Stefan Ettlin im Gegensatz zu Schuler und Imhof eine Zehn. Somit zog die Einteilung den Berner den beiden Innerschweizern vor. Im Schlussgang stand die Taktik im Vordergrund, womit nach zwölf Minuten resultatlos abgebrochen wurde. So ebnete Wicki seinem Klubkameraden Erich Fankhauser den Sieg. Dieser besiegte im letzten Gang Ruedi Roschi. Schuler (Gestellter gegen Matthias Aeschbacher) und Imhof (Niederlage gegen Christian Stucki) konnten nicht erben.

Fankhauser gewann sein drittes Kranzfest nach dem Luzerner Kantonalen und dem Südwestschweizerischen (beide 2015). Der 28-Jährige verlor zum Auftakt gegen Simon Anderegg, alle anderen Gänge gewann er. Auch sorgte er für den ersten Innerschweizer Triumph seit acht Jahren auf dem Brünig (Martin Gab 2010). Den Ehrenplatz nimmt Christian Stucki ein, der nach Gestellten Duellen mit Christian Schuler und Marco Fankhauser frühzeitig aus der Entscheidung fiel, aber am Nachmittag drei mal siegte.

100. Kranz für Anderegg
In der Kranzverteilung blieben die Innerschweizer und Berner mit je acht Eichenlauben gleichauf, vier gingen in die Nordwestschweiz. Total wurden 20 Kränze abgegeben. Einen besonderen Tag erlebte Simon Anderegg. Der Meiringer gewann seinen zehnten Brünigkranz und dem 100. seiner Laufbahn.

Jakob Heer

Redaktion

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