Erster Rigi-Sieg für Matthias Sempach

Schwingerkönig Matthias Sempach hat zum ersten Mal das prestigeträchtige Rigi-Schwinget gewonnen. Im Schlussgang bezwang er seinen ewigen Rivalen Christian Stucki in der fünften Minute. Für Sempach war dies der 34. Kranzfestsieg, der 8. an einem Bergkranzfest.
Schwingerkönig Matthias Sempach siegte erstmals auf der Rigi. (Bild: Tobias Meyer)

Die 25 Berner Gäste dominieren wie erwartet von Beginn an beim dritten Bergkranzfest der Saison auf der Rigi. Bereits im dritten Gang kam es zu Direktduellen. Dabei bezwang Christian Stucki den zweifachen Gauverbandssieger Remo Käser und Matthias Sempach setzte sich gegen den Oberländer Ruedi Roschi durch. Stucki, Sempach und Simon Anderegg wiesen zur Halbzeit je drei Siege auf. Somit kam es im vierten Gang zum ersten Gipfeltreffen zwischen Sempach und Stucki, das ohne Resultat endete.

Berner frappant überlegen
Im fünften Gang sicherte sich Sempach den Schlussgangeinzug mittels Sieg über Philipp Schuler, Stucki bezwang im einem weiteren Berner Direktduell Christian Gerber platt. Im Schlussgang brachte Stucki zu Beginn mit einem Hochschwing den Schwingerkönig kurz in Gefahr, ehe der Oberaargauer das Blatt zu seinen Gunsten wendete. Sempach sicherte sich nebst dem Festsieg auf der Rigi auch seinen 98. Kranzgewinn. In der laufenden Saison feierte der Schwingerkönig den dritten Kranzfestsieg nach den Erfolgen am Oberaargauischen und am Schwarzsee. 

Siebenfacher Mutzensieg
Simon Anderegg gewann im vierten Gang gegen Erich Fankhauser ein viertes Mal. Mit einem Gestellten gegen Bernhard Kämpf vergab er eine mögliche Schlussgangteilnahme im fünften Umgang. Dank eines abschliessenden Erfolges über Reto Nötzli sicherte sich Anderegg den Ehrenplatz gefolgt von Thomas Sempach im Rang drei. Einzig Kilian Wenger konnte bei der Berner Dominanz nicht wie gewünscht mitwirken. Der Schwingerkönig von 2010 handelte sich frühzeitig zwei Gestellte ein.

In der Endabrechnung feierten die Berner, angeführt von Matthias Sempach einen siebenfachen Triumph. Von den 14 abgegebenen Kränzen wanderten 9 in den Kanton Bern, 5 blieben in der Zentralschweiz (3 Schwyz, 1 Luzern, 1 Zug). Die Südwestschweizer Gäste gingen leer aus. Benjamin Gapany, trotz vier Siegen, sehr unglücklich als Erster hinter den Kranzrängen um einen Viertelpunkt.

Von den ursprünglich 21 angemeldeten Eidgenossen traten noch 14 zum Wettkampf an. Martin Grab, Michael Nydegger, Beat Wampfler und Peter Imfeld verpassten den Kopfschmuck. Philipp Gloggner schied nach drei Gängen verletzt aus.

 

Jakob Heer

Redaktion

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