Estavayer2016: Analyse der Spitzenpaarungen

20 Spitzenpaarungen hat Samuel Feller bekanntgegeben. Dabei gibt es einige Paarungen, die es so noch nie gab. Wir analysieren alle 20 Duelle.
Matthias Sempach (links) gegen Christian Schuler sah man bereits beim letzten Grossanlass 2014 am Kilchberger Schwinget. (Foto: Rolf Eicher)

Von den 40 Schwingern in den Spitzenpaarungen sind 14 Berner, 11 Nordostschweizer, 9 Innerschweizer, 4 Nordwestschweizer und 1 Südwestschweizer. Diese Aufstellung umschreibt die momentanen Stärkeverhältnisse ziemlich deutlich.

Sempach Matthias - Schuler Christian
Diese Paarung gab es 2016 bereits zum Auftakt des Brünig-Schwingets. Das Duell endete gestellt, auch weil Schuler gut eingestellt war. Das vorletzte Duell ging am Kilchberger Schwinget 2014 im fünften Gang an Sempach.

Wenger Kilian - Orlik Armon
Dieses Duell gab es bisher noch nicht. Obschon Wenger der Schwingerkönig ist, startet Orlik als sechsfacher Saison-Kranzfestsieger leicht zu favorisieren.

Bösch Daniel - Glarner Matthias
Ein Duell, dass es bisher noch nicht so oft gab. Zuletzt siegte Bösch am Kilchberger Schwinget 2014, 2008 setzte sich Glarner beim ersten Zweikampf durch. Ein Gestellter wäre keine Überraschung.

Stucki Christian - Laimbacher Philipp
Dieser Zweikampf weckt Erinnerungen. 2004 gewann Laimbacher in einem begeisternden Duell am ESAF in Luzern, seither aber siegte meistens Stucki. Der letzte Sieg von Stucki gelang 2013 am Innerschweizer.

Ulrich Andreas - Käser Remo
Eines der Generationsduelle, welches aufgrund der Vergangenheit für Ulrich spricht. 2014 siegte er gleich zwei Mal. Seither gab es keine Direktduelle mehr.

Sempach Thomas - Gisler Bruno
Bereits zehn Jahre ist es her, seit es in dieser Paarung letztmals einen Sieger gab (Gisler). Seither stellten die beiden in zwei weiteren Zweikämpfen.

Forrer Arnold - Aeschbacher Matthias
Zwei Spitzenschwinger die sich bisher noch nie im Wettkampf duellierten. Für Forrer wäre im Kampf um den siebten ESAF-Kranz ein guter Start wichtig, aber Aeschbacher gilt als einer der besten Nichteidgenossen.

Giger Samuel - Zaugg Thomas
Das Generationenduell schlechthin. Giger (18) und Zaugg (36) kennen sich bereits vom Gestellten 2015 im Rahmen des Schwägalp-Schwingets.

Bless Michael - Gnägi Florian
Zwei Mal schwangen die beiden bisher gegeneinander. Weger Bless noch Gnägi fanden ein Siegesrezept. Auch hier wäre ein Gestellter kein überraschender Ausgang.

Kämpf Bernhard - Zwyssig Raphael
Zwyssig schwört auf Wiedergutmachung gegen den Berner, den Kämpf gewann das bisher einzige Duell 2013 am Schwarzsee-Schwinget.

Clopath Beat - Graber Willy
Die beiden Routiniers treffen tatsächlich erstmals aufeinander. Der Sieger dieser Startbegegnung Clopath gegen Graber würde sich eine optimale Voraussetzung für den weiteren Verlauf schaffen.

Bieri Christoph - Mathis Marcel
Seit 2006 sind die beiden schon sechs Mal aufeinander getroffen. Bieri hat gegenüber Mathis leicht die Nase vorne, auch weil er 2014 am Kilchberger Schwinget beim letzten Direktduell siegte.

Imhof Andi - Siegenthaler Matthias
Wie stark kehrt Siegenthaler zurück? 2013 in Burgdorf trafen die beiden letztmals aufeinander und Imhof verlor. Doch er weiss, wie der Berner zu bezwingen ist, was der Sieg 2009 auf der Rigi aufzeigt.

Glaus Martin - Müllestein Mike
Ein offenes Duell. Zwei Mal gab es diesen Zweikampf bisher und je einmal siegte Glaus (2010 am Herbstschwinget Siebnen) und Müllestein (2015 Rheintal-Oberländischen Schwingfest).

Fankhauser Erich - Zenger Niklaus
Die Paarung der beiden eher kleingewachsenen Eidgenossen gab es bisher nur einmal. Zenger setzte sich 2013 auf der Rigi gegen Fankhauser durch. In Estavayer ist eher Fankhauser zu favorisieren.

Thürig Mario - Kindlimann Fabian
Keine einfache Einteilung für den zuletzt ausgefallenen Thürig. An Kindlimann hat er immerhin gute Erinnerungen, gewann er doch 2009 beim einzigen Duell der beiden.

Stalder Remo - Anderegg Simon
Eines der Duelle, die bisher noch nicht ausgetragen wurden. Stalder ist bekannt für Überraschungen im ersten Gang, Anderegg kehrt zudem von einer Verletzung ohne Wettkampferfahrung zurück.

Alpiger Nick - Nötzli Bruno
Zwei Mal gab es dieses Duell bisher und beide Male setzte sich Nötzli durch. Der letzte Sieg, und das ist Alpigers Hoffnung, liegt aber bereits fast einenhalb Jahre zurück.

Schurtenberger Sven - Schneider Mario
Auf dem Papier ein klares Duell, gab es doch in den bisherigen Paarungen stets Siege für den Luzerner. Zuletzt siegte Schurtenberger 2015 auf dem Stoos gegen Schneider.

Gapany Benjamin - Peng Mike
Ein Sieg zum Start wäre für den stärksten Romands Gapany wichtig, aber aufgepasst: im bisher einzigen Zweikampf der beiden siegte 2015 auf der Schwägalp Peng.

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

Kommentare