Estavayer2016: Analyse Eidgenössisches

Matthias Glarner ist der neue Schwingerkönig. In Estavayer2016 bezwang er im Schlussgang Armon Orlik. Neben Glarner und Orlik überzeugten auch die weiteren Jungspunde Samuel Giger und Remo Käser.
Matthias Glarner (oben) behielt im Schlussgang gegen Armon Orlik das bessere Ende für sich. (Bild: Peter Bruhin)

Matthias Glarner ist der neue Schwingerkönig. Der im Dezember 31 Jahre alt werdende Berner Oberländer bezwang im Schlussgang Armon Orlik nach einem über 13 Minuten dauernden Abnützungskampf. "Ich bin überglücklich und weiss noch nicht so recht, was ich sagen soll."

Lehren gezogen
Er habe seine Lehren vom Eidgenössischen Burgdorf 2013 gezogen. Im Triumph unterliess er es nicht, seinem Schlussganggegner zu gratulieren. "Armon hat hervorragend gekämpft. Ihm und den weiteren starken Athleten in seiner Alterskategorie gehört die Zukunft."

Die Gegenwart hingegen gehört dem Oberländer. Matthias Glarner durchbrach damit eine Durststrecke der über 30-jährigen Schwinger. Seit 1940 in Solothurn (Werner Bürki) gewann kein Schwinger mehr den Königstitel mit 30 Lenzen und älter.

Orlik gehört die Zukunft
Schlussgangverlierer Armon Orlik war natürlich untröstlich. Dennoch blickte er auf ein erfolgreiches Eidgenössisches Schwingfest zurück. Er hat sechs Gänge gewonnen und das Publikum mit seiner Schwingweise begeistert. Ihm gehört zusammen mit der jungen Schar um Remo Käser, Samuel Giger, Joel Wicki, Pirmin Reichmuth oder Nick Alpiger die Zukunft.

Giger auf Ehrenplatz
Hinter Glarner landeten Samuel Giger auf Rang 2 und Remo Käser auf Rang 3. Christian Schuler klassierte sich auf Rang 4. Orlik fiel auf Rang 5 zurück, diesen teilte er sich mit Matthias Sempach.

Auf Rang 12e klassierte sich Martin Grab, der damit seinen 7. Eidgenössischen Kranz ergatterte und damit in dieser Rubrik zu Peter Vogt aufschloss. Nur noch Karl Meli (9) hat mehr Eidgenössische Kränze auf dem Konto.

46 Kränze verteilt
Insgesamt wurden 46 Kränze verteilt. Den Löwenanteil holten sich die Berner mit 17, die Innerschweizer 14, die Nordostschweizer 10 und die Nordwestschweizer 5. Leer gingen die Romands aus.

Ohne Kranz blieb Schwingerkönig Arnold Forrer, der im letzten Gang überraschend dem Berner Philipp Roth unterlag. Weitere bekannte Gesichter ohne Kranz sind Christoph Bieri, Bruno Nötzli, Florian Gnägi oder auch Matthias Aeschbacher.

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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