Glarner und Orlik Kranzfestsieger

Matthias Glarner gewann mit 31 Jahren erstmals das eigene Teilverbandsfest. Armon Orlik sorgte tags zuvor für den ersten Bündner Sieg auf dem Weissenstein. Für Orlik war es bereits der fünften Kranzfestsieg in dieser Saison.
Armon Orlik sorgte auf dem Weissenstein für den ersten Bündner Bergfestsieg seit zehn Jahren. (Bild: Werner Schaerer)

Die acht Nordostschweizer Eidgenossen hatten gegen die 4 Nordwestschweizer und 3 Innerschweizer nicht nur von Papier her ein Übergewicht – sie dominierten den Wettkampf auf dem Weissenstein von Beginn an. Schon im zweiten Gang kam es zu zahlreichen Duellen zwischen den Nordost- und Innerschweizern. Im dritten Gang zwischen Armon Orlik und Ernst Bühler sowie Daniel Bösch gegen Fabian Kindlimann gar zu den ersten zwei NOS-Paarungen.

Duell der Jungen
Für den Schlussgang qualifizierten sich die beiden Nachwuchsstars Armon Orlik und Joel Wicki. Dabei bezwang der 21- jährige Nordostschweizer den 19-jährigen Innerschweizer in der vierten Minute mit Kurz. Von den 16 abgegebenen Kränzen gingen je sieben in die Nordost- und Nordwestschweiz. Den Innerschweizern blieben zwei Kränze. Nebst Wicki sicherte sich Andreas Ulrich mit dem Ehrenplatz seinen letzten noch fehlenden Bergkranz.

Erster Berner Sieg für Glarner
Nach Siegen am Südwest- und Nordwestschweizer Teilverbandsfest gewann Matthias Glarner mit 31 Jahren endlich auch einmal das eigene Teilverbandsfest. Dies auf überzeugende Art mit sechs gewonnen Gängen. Im Schlussgang bezwang er den Seeländer Florian Gnägi in der zehnten Minute. Für den Lokalmatadoren war es der 13. kranzfestsieg insgesamt, jedoch der Erste in dieser Saison. Gnägi hatte vier Siege und ein Unentschieden gegen Kilian Wenger in zweiten Gang zum Schlussgangeinzug gelangt.

Auf den Ehrenplatz kam Matthias Aeschbacher, der bei einem gestellten Schlussgang gar den Sieg geerbt hätte. Der Emmentaler blieb gewann fünf Duelle und stellte gegen Bernhard Kämpf. Im sechsten Gang beendete Aeschbacher den Siegeszug von Patrick Räbmatter, wodurch der Aargauer unglücklich aus den Kranzrängen fiel. Räbmatter hatte tags zuvor den Weissenstein-Kranz gewonnen und ein "Eidgenösssiches" Wochenende hinter sich.

99. Kranz für Matthias Sempach
Die beiden Schwingerkönige Matthias Sempach und Kilian Wenger erwischten nicht ihren besten Tag, gewannen aber zumindest den Kranz, Sempach den 99. seiner Laufbahn. Sempach stellte wie Wenger mit dem Luzerner Sven Schurtenberger. Dazu wurde er im fünften Gang von einem Schlungg des Aargauers Patrick Räbmatter überrascht. Wenger handeltet sich zwei Gestellte ein. Nebst Schurtenberger musste er auch mit Florian Gnägi ohne Resultat von dannen. Christian Stucki musste sich am Vortag wegen einer Muskelverletzung abmelden.

In Riaz im Kanton Freiburg fand zusätzlich noch ein regionaler Anlass statt. Dabei besiegte Lokalmatador Benjamin Gapany Fabien Emonet.

Jakob Heer

Redaktion

Kommentare