Rigi: Sven Schurtenberger siegt

Sven Schurtenberger feierte auf der Rigi den grössten Erfolg seiner Laufbahn. Dieser kam unter denkbar unglücklichen Umständen zustande.
Vierter Kranzfestsieg für Sven Schurtenberger (Bild: Lorenz Reifler).

Für den Schlussgang hatten sich ursprünglich Bruno Nötzli und Joel Wicki qualifiziert. Doch da sich Nötzli in der siebten Minute am linken Knie verletzte und nicht mehr weiterschwingen konnte, musste ein neuer Gegner für den Schlussgang gesucht werden. Dies war Sven Schurtenberger, der bereits unter der Dusche weilte, was zu einer halbstündigen Unterbrechung führte. Alteingesessene Medienschaffende berichteten davon, dass sie so etwas in 43 Jahren ihrer Tätigkeit noch nie erlebt hatten.

Vierter Kranzfestsieg Schurtenbergers
Schurtenberger, der nach fünf Gängen punktgleich mit Wicki Zweiter war und im sechsten Gang gegen Bruno Gisler stellte, konnte mit einem Sieg im Schlussgang den Sieg noch alleine realisieren. Dies gelang ihm im kantonsinternen Schlussgang nach 2:10 Minuten, indem er Wicki links über Knie ableerte. Für Schurtenberger bedeutete es der vierte Kranzfestsieg, den zweiten in diesem Jahr nach dem Urner Kantonalen. Leider verletzte sich bei diesem Wurf auch noch Wicki, der anschliessend mit dem Helikopter abtransportiert werden musste.

Erneut ein Ehrenkranz
Hinter Schurtenberger belegen die beiden Gäste Nick Alpiger und Daniel Bösch den Ehrenplatz. Bösch unterlag Wicki im vierten Gang. In der Kranzverteilung siegten die Gastgeber aus der Innerschweiz mit zehn Kränzen. Die Nordost- und Nordwestschweizer holten je drei Kränze. Zu den grossen Gewinnern gehörte der Thurgauer Stefan Burkhalter, der als 23. Schwinger der Geschichte des Eidg. Schwingerverbandes in der 100er Klub aufstieg. Von den 19 angetretenen Eidgenossen holten sich 9 den Kranz, darunter Bruno Nötzli den Ehrenkranz. Nötzli hatte zuvor dem Fest den Stempel aufgedrückt und fünf Siege aneinander gereiht. Ein Ehrenkranz erhielt zuvor bereits Armon Orlik am Aargauer 2017 in Brugg, nachdem er den letzten Gang nicht mehr bestreiten konnte. Zahlreiche Grössen wie Mario Thürig, Arnold Forrer, Martin Grab oder der Sieger von Alpnach, Marcel Mathis, gingen leer aus.

Jakob Heer

Redaktion

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