Rücktritt von Gerry Süess

Wenige Tage nach dem Rücktritt des Luzerners Martin Suppiger hat mit dem Ostschweizer Gerry Süess ein weiterer Eidgenosse seinen Rücktritt vom Schwingsport erklärt.
Er wird auf den Schwingplätzen fehlen: Der Überschlag, den Gerry Süess nach gewonnenen Gängen hin und wieder zelebrierte. (Bild: Werner Schaerer)

"In den vergangenen zwei Jahren musste ich zweimal am Rücken operiert werden. Die Operationen sind insofern gut verlaufen, dass ich keine grossen körperlichen Einschränkungen mehr habe. Jedoch musste ich mir in den vergangenen Monaten eingestehen, dass es mir leider nicht mehr möglich sein wird, den Schwingsport auf Wettkampfniveau auszuüben. Aus diesem Grund habe ich mich schweren Herzens dazu entschieden die Schwinghosen an den Nagel zu hängen." So lässt sich der St. Galler auf seinen Facebook-Seite zitieren.

Erster Kranzgewinn mit 29 Jahren
Gerry Süess gewann spät, als 29-Jähriger am Thurgauer Kantonalschwingfest 2011 in Weinfelden seinen ersten Kranz. Dem sollten noch elf weitere folgen – als Höhepunkt der Kranzgewinn am ESAF 2013 in Burgdorf. Ohne zuvor je einen Berg- oder Teilverbandskranz erkämpft gehabt, reihte er sich in der Emmental-Arena sensationell unter die Kranzgewinner. Das Mitglied vom Schwingklub Uzwil, der ursprünglich in den Reihen des Turnvereins Andwil-Arnegg gross wurde, reihte sich mit fünf Siegen, einem Gestellten und zwei Niederlagen im Rang 10d unter die Eidgenossen.

Bestätigung 2014
Weitere Erfolg feierte er im darauffolgenden Jahr mit den Kranzgewinnen am Baselstädtischen Schwingertag sowie dem Gewinn des Bergkranzes auf dem Weissenstein. Die letzten beiden Jahre verpasste der St. Galler wegen seinen Rückenoperationen. Aus diesem Grund konnte er auch am Eidgenössischen Estavayer2016 nicht mittun. Süess ist verheiratet und wohnt im thurgauischen Busswil bei Wil. Mit dem Rücktritt des St. Gallers sind noch 63 Eidgenossen aktiv.

Im Artikel erwähnt: 

Jakob Heer

Redaktion

Kommentare