Unspunnen2017: Noch drei Tage

Seit 22. August blickt schlussgang.ch täglich auf den Saisonhöhepunkt. Am Sonntag, 27. August, steigen 120 Schwinger in den Wettkampf und bestreiten zum Start des Unspunnenfestes den Unspunnen-Schwinget.
Samuel Giger (links) und Christian Stucki sind zwei heisse Kandidaten für den Unspunnen-Sieg. (Foto: Rolf Eicher)

Der Unspunnen-Schwinget ist der Saisonhöhepunkt aus schwingerischer Sicht. 120 Schwinger, verteilt aus den fünf Teilverbänden, nehmen daran teil. Es sind insgesamt 42 Eidgenossen mit am Start. Die Berner stellen 32 Schwinger (15 Eidgenossen), die Innerschweizer 33 Schwinger (9 Eidgenossen), die Nordostschweizer 31 Schwinger (12 Eidgenossen), die Nordwestschweizer 14 Schwinger (6 Eidgenossen) und die Südwestschweizer 10 Schwinger (keine Eidgenossen).

Ist Stucki zu bremsen?
Der Topfavorit auf den Unspunnen-Schwinget zweifelsohne Christian Stucki. Der 32-jährige Seeländer ist in einer tollen Form und wenn er einen guten Tag erwischt, wie zum Beispiel auf dem Weissenstein, wohl von keinem anderen Schwinger zu bremsen. Er kann sich daher wohl nur selbst schlagen.

Zudem hat er mit dem Berner Team eine starke Mannschaft zur Seite, die ihm potentielle Stolpersteine aus dem Weg räumen können. Matthias Sempach, Kilian Wenger, Bernhard Kämpf, Thomas Sempach, Simon Anderegg, Matthias Aeschbacher oder auch Remo Käser, um nur einige zu nennen, haben aber auch das Potential selber als Unspunnen-Sieger ausgerufen zu werden.

Jugend oder Routine?
Die grössten Gegner der Berner sind die Nordostschweizer um die beiden Youngsters Samuel Giger und Armon Orlik. Diese beiden sind auch die Anführer der jungen Generation, die den Routiniers das Leben schwer machen wohlen. Zudem haben die Nordostschweizer mit Daniel Bösch einen weiteren starken Schwinger in der Hinterhand, der rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt so richtig in Fahrt zu kommen scheint. Und zudem ist er der einzige Schwinger, der weiss, wie man den Unspunnen-Schwinget gewinnt, startet er doch als Titelverteidiger in den Wettkampf.

Aus Innerschweizer Sicht sorgt im Vorfeld das Verletzungspech für Aufregung. 9 der 18 Eidenossen fehlen in Interlaken, ein Aderlass, der eigentlich nicht zu bewältigen ist. Und genau das könnte die Chance von Joel Wicki, Sven Schurtenberger, Marcel Mathis oder Benji von Ah werden. Aus dem Hinterhalt könnten sie für Überraschungen sorgen.

Chancenlose Nordwest- und Südwestschweizer?
Weniger rosig als in den anderen Verbänden sieht es bei den Nordwest- und Südwestschweizern aus. Sie starten allerhöchstens mit geringen Aussenseiterchancen in den Wettkampf. Als Leader starten Nick Alpiger (NWSV) und Steven Moser (SWSV).

Die grossen Abwesenden
Von den 58 aktiven Eidgenossen sind nicht weniger als 16 nicht am Start. Besonders ins Gewicht fällt das Fehlen der beiden Schwingerkönige Arnold Forrer (NOSV) und Matthias Glarner (BKSV). Des Weiteren fehlen wegen Verletzungen oder Nicht-Selektion folgende Eidgenossen: Matthias Siegenthaler (BKSV), Stefan Stöckli, Martin Grab, Christian Schuler, Philipp Laimbacher, Mike Müllestein, Bruno Nötzli, Philipp Gloggner, Torsten Betschart, Pirmin Reichmuth (alle ISV), Martin Hersche, Mike Peng (beide NOSV), Remo Stalder (NWSV) und Michael Nydegger (SWSV).

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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