Unspunnen2017: Schlussbilanz

Christian Stucki heisst der grosse Sieger vom Unspunnen-Schwinget. In einem intensiven Schlussgang bezwang er Überraschungsmann Curdin Orlik.
Christian Stucki gewinnt den Unspunnen-Schwinget 2017. (Foto: Rolf Eicher)

Der Unspunnen-Schwinget bot den 15'800 Zuschauern interessanten Schwingsport und auch Überraschungen blieben nicht aus. Am Ende setzte sich mit Christian Stucki aber der Dominator des Tages durch.

Starkes Morgenprogramm
Christian Stucki startete furios in den Wettkampf und besiegte der Reihe nach Daniel Bösch, Marcel Mathis und Fabian Kindlimann. Erst im Nachmittagsprogramm geriet der Stucki-Zug etwas ins Wanken. Zuerst besiegte er in den letzten Zügen Curdin Orlik, danach stellte er gegen Sven Schurtenberger. Dies reichte aber für die Schlussgangqualifikation. In diesem traf er wieder auf seinen Berner Verbandskollegen Curdin Orlik und siegte erneut erst in den letzten Augenblicken. Für Stucki ist es der grösste Erfolg neben dem Sieg am Kilchberger Schwinget 2008.

Überraschender Orlik
Mit dem Schlussganggegner Curdin Orlik hatte niemand gerechnet. Der für die Berner schwingende Bündner gewann vier Duelle und verlor einzig zwei Mal gegen Stucki. Er besiegte unter anderem die Eidgenossen Benji von Ah und Erich Fankhauser. Die Qualifikation für den Schlussgang stellt den grössten Erfolg seiner Laufbahn dar.

Joel Wicki mit starkem Auftritt
Einen tollen Wettkampf erwischte auch der Luzerner Joel Wicki. Der 20-jährige Entlebucher stellte zum Auftakt gegen Schwingerkönig Kilian Wenger, wobei er nahe am Sieg stand. Danach gewann er alle fünf Duelle und siegte dabei der Reihe nach gegen die vier Eidgenossen Willy Graber, Bernhard Kämpf, Armon Orlik und Michael Bless. Bei einem Gestellten hätte er als lachender Dritter den Festsieg geerbt.

Gestrauchelte Favoriten
Nicht bis zuletzt mit der absoluten Spitze mithalten konnten unter anderem die Favoriten Armon Orlik, Matthias Sempach, Kilian Wenger, Bernhard Kämpf oder Daniel Bösch. Weil es um keine Kränze ging, wurde vor allem gegen Ende des Festes sehr offensiver Schwingsport geboten.

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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