Vier Regionalfeste - fünf Sieger

Auch zwei Wochen nach dem Eidgenössischen Schwingfest Estavayer2016 standen die Schwinger im Einsatz. Dabei wurden vier Regionalfeste ausgetragen. Nicht überall setzten sich die Favoriten durch.
Aufgrund des gestellten Schlussganges auf dem Allweg zwischen Mike Müllestein (links) und Marcel Mathis gab es zwei lachende Dritte. (Foto: Jakob Heer)

Auch zwei Wochen nach Estavayer2016 läuft der Schwingbetrieb weiter. Etwas ruhiger, doch auch an den vier Regionalfesten des Wochenendes gab es viel gute Schwingerarbeit zu bewundern. Neben vier Aktivfesten standen auch vier Nachwuchsanlässe auf dem Programm. Die Ranglisten sind unter www.schlussgang.ch wie immer abrufbar.

Allweg: Brüder erben Sieg
Gleich zwei lachende Dritte gab es beim Allweg-Schwinget. Vor 2700 Zuschauern qualifizierten sich beim Traditionsanlass Neueidgenosse Mike Müllestein und Marcel Mathis für die Endausmarchung. Obschon beide versuchten den Sieg zu sichern, gab es keine Entscheidung. Davon profiierten die Gebrüder Bruno (1a) und Reto Nötzli (1b). Die Ausserschwyzer sicherten sich den Co-Sieg dank jeweils fünf Siegen. Verabschiedet wurde Peter Imfeld, der seine Laufbahn nach etlichen Jahren als aktiver Schwinger beendete. Nach einem mässigen Start gewann Imfeld seine abschliessenden vier Duelle und klassierte sich im erweiterten Spitzenfeld.

Lueg: Dominanter Mathys
Weil auf der Lueg weder vom heimischen Oberaargau (Matthias Sempach, Remo Käser) oder vom eingeladenen Thurgau (Domenic Schneider, Samuel Giger) Eidgenossen am Start waren, nutzte der 21-jährige Simon Mathys die Gunst der Stunde. Im Schlussgang bezwang er seinen Klubkollegen vom Schwingklub Herzogenbuchsee Simon Röthlisberger. Auf dem Weg zum ungefährdeten Tagessieg gewann Mathys auch gegen Patrick Schenk, den einzigen Eidgenossen im Teilnehmerfeld.

Montoz: Renfer hielt stand
Der Sieger vom Regionalfest im Berner Jura (Montoz ob Court) heisst Lukas Renfer. Der 20-jährige Sennenschwinger überzeugte mit vier Siegen und einem Gestellten. Damit qualifizierte er sich für den Schlussgang gegen Neueidgenosse Philipp Roth. Weil Renfer mit Vorsprung in die Endausmarchung ging, reichte ihm ein Gestellter zum Tagessieg.

Gelterkinden: Bruno Gisler vor David Schmid
Im Baselbiet starteten die beiden Eidgenossen Bruno Gisler und David Schmid als Favoriten. Im Direktduell gab es einen Gestellten. Weil Schmid in der Folge auch gegen Janic Voggensperger nicht über ein Unentschieden hinauskam, war der Tagessieg von Gisler geebnet. Im Schlussgang gewann der Solothurner sein Duell gegen Janic Voggensperger souverän.

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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