Vier Sieger an vier Schwingfesten

Das erste Bergkranzfest war eine überraschende Angelegenheit. Zum ersten Mal seit 31 Jahren gewann wieder ein Südwestschweizer auf dem Stoos. Lario Kramer bezwang im Schlussgang Marcel Bieri.
3800 Zuschauer verfolgten die Wettkämpfe auf dem Stoos. (Foto: Tobias Meyer)

Am Wochenende des ersten Bergkranzfestes wurden auch drei Regionalfeste ausgetragen. Am Ende gab es vier Sieger an vier Schwingfesten. Zusätzlich fanden acht Nachwuchsfeste statt und die Frauen stand im Einsatz. Alle Ranglisten sind wie gewohnt in der Navigation "RESULTATE" zu finden.

Stoos: Sieg für Aussenseiter
Hat man auf die Startliste vom Stoos-Schwinget geblickt, fiel der Name Lario Kramer nicht besonders ins Gewicht. Zwar gehört er in der Südwestschweiz zu den aufstrebenden Schwingern, doch an einem Bergfest traute man ihm höchstens den Kranzgewinn zu. Doch es kam anders. Mit fünf Siegen, zuletzt im Schlussgang gegen Marcel Bieri, sicherte Kramer verdient den Sieg auf dem Stoos. Lange Zeit um den Sieg mitschwang auch Reto Nötzli. Als letzter der Eidgenossen fiel er aber im fünften Gang aus der Entscheidung. Einen guten Eindruck hinterliessen auch die Berner Eidgenossen Thomas Sempach und Simon Anderegg. Remo Käser musste seinen Wettkampf verletzungsbedingt vorzeitig aufgeben, nachdem er im dritten Gang gegen Stefan Arnold auf der Brücke grossen Kräften ausgesetzt war.

Drei Sieger an drei Festen
Neben dem Stoos-Schwinget wurde an drei Regionalfeste um die Spitzenplätze gekämpft. In Sumiswald gewann Simon Röthlisberger bei teilweise heftigem Regen dank eines Gestellten im Schlussgang gegen Stefan Studer den Abendschwinget am Gotthelfmärit.

In Zofingen setzte sich Tobias Widmer durch. Nach je fünf Siegen duellierten sich im Schlussgang Widmer und der einheimische Patrick Räbmatter. Favorit und Eidgenosse Räbmatter liess sich im ersten Zug von einem Blitzangriff Widmers überraschend.

Ebenfalls in den ersten Sekunden fiel die Entscheidung am Rätikon-Schwinget in St. Antönien. Armon Orlik konnte den Anlass zu seinen Gunsten entscheiden, nachdem er im Schlussgang Michael Rhyner bezwang.

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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