Zürcher: Duell um "Juri" am 6. Mai

Über 170 Schwinger aus dem NOS-Verband und Gäste aus dem angrenzenden Freiamt kämpfen am 6. Mai in Hausen um Siegermuni „Juri“. Dabei zeichnet sich ein finales Duell zwischen Samuel Giger und Armon Orlik ab.
Das OK vom Zürcher Kantonalschwingfest in Hausen am Albis freut sich auf den Einsatz. (Foto: zvg)

Bereits 24 Jahre sind es her seit der Kantonalanlass letztmals in Hausen am Albis stattfand (Sieger 1993 Markus Thomi). Ein noch grösserer Anlass fand vor 28 Jahren in Hausen statt, das Nordostschweizerische Schwingfest. Sieger war damals anno 1990, Kurt Schneiter, Schlussgangteilnehmer am Eidgenössischen 1980 in St. Gallen.

Duell Orlik gegen Giger
Am 6. Mai 2018 nun kehren die Schwinger nach Hausen am Albis zurück. Die über 170 Athleten, darunter sieben Eidgenossen kämpfen auf dem Flugplatz von Hausen um Siegerstier „Juri“. Mit Samuel Giger und Armon Orlik sind zwei Schwinger dabei, die das Potential besitzen in den nächsten Jahren die Schwingszene auf nationaler Ebene zu beherrschen. Orlik stand am letzten Eidgenössischen, 2016 in Estavayer im Schlussgang, Giger beendete dasselbe Fest auf dem Ehrenplatz. Beide, der Bündner wie der Thurgauer, haben das Zeug in absehbarer Zeit die tonangebenden Berner an der nationalen Spitze abzulösen.

In dieser Saison sind die beiden am Rheintal-Oberländischen Thal ein erstes Mal aufeinandergetroffen – ohne Resultat trennten sie sich im dritten Gang – am Ende gewann Orlik das Fest. Gemäss Agenden der beiden Ausnahmekönner ist ein Aufeinandertreffen der beiden an den sieben Kantonalen innerhalb des NOS-Verbandsgebietes in Hausen sowie in Arosa, am Bündner-Glarner, möglich. Ansonsten gehen sich die beiden neuen Leaderfiguren des NOS-Verbandes aus dem Weg.

Hersche und Gisler - zwei heisse Aussenseiter
Ein erneutes Aufeinandertreffen von Giger und Orlik in Hausen scheint programmiert. Doch gilt es noch weitere „Böse“ zu beachten. Allen voran der Appenzeller Martin Hersche und „Gast“ Bruno Gisler. Hersche gewann 2017 das Nordwestschweizer Teilverbandsfest in Therwil. Gisler, ursprünglich aus Wernetshausen, bestreitet heuer seine letzte Saison. Der 123-fache Kranzschwinger gastiert in den Farben des Nordwestschweizer Verbandes und unterstützt die Freiämter Delegation, die von den Gebrüdern Andreas und Lukas Döbeli angeführt wird.

Als weitere Eidgenossen sind der Thurgauer Tobias Krähenbühl, der Bündner Mike Peng und Lokalmatador Fabian Kindlimann gemeldet. Hinter dem Start des Oberländers steht aber noch ein Fragezeichen. In Folge eines Daumenbruches ist Kindlimann zu einer Zwangspause verdonnert.

Lokalmatador Nägeli
Daneben haben die Zürcher noch weitere Athleten die für eine Überraschung gut sind. Allen voran Samir Leuppi. Der Winterthurer, der das letzte Eidgenössische verletzungsbedingt verpasste, hat 2017 national für Furore gesorgt. Beim Vorjahresanlass in Weiach, nahe der deutschen Grenze, gelang ihm mit seinem ersten Kranzfestsieg sein bislang grösster Erfolg seiner Laufbahn. Auch die Oberländer Remo Ackermann, Christoph Odermatt und Roman Schnurrenberger, Andreas Gwerder vom linken Seeufer oder Shane Dändliker vom rechten Seeufer sind gewillt den starken Gästen den Sieg nicht kampflos zu überlassen.

Ein spezielles Augenmerk ist auf Lokalmatador Marco Nägeli gerichtet. Der Forstwart hat sich 2017 kontinuierlich nach oben geschaffen und in Davos erstmals den NOS-Kranz erkämpft. Er und die annähernd 20 weiteren Albisser sind bestrebt, dass der gastgebende Schwingklub am Sonntagabend wieder mehr als zwei Kranzschwinger in den eigenen Reihen hat. Neben Nägeli könnte dies der Mettmenstetter Beat Reichmuth sein. Ebenfalls Roman Nägeli hat Chancen, er wird nach einer verletzungsbedingten Pause wieder zurückkehren.

Mehr Informationen zum Zürcher Kantonalschwingfest gibt es unter www.hausen2018.ch!

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