Interview der Woche: Daniel Bösch

Daniel Bösch wurde von www.schlussgang.ch zum Schwinger der Woche gewählt. Sein Sieg am Glarner-Bündner Schwingertag war beeindruckend, auch, weil er das Punktemaximum nur um einen Viertelpunkt verpasste.

Daniel Bösch, mit einem eindrücklichen Sieg am Glarner-Bündner ist der erste Kranzfestsieg nach dem Unspunnen-Schwinget im Sack ...
Daniel Bösch: ... darüber bin ich sehr glücklich. Damit habe ich nämlich bereits eines meiner Saisonziele, den Unspunnen-Sieg mit einem Kranzfesterfolg zu bestätigen, erreicht. Es lief mir natürlich auch sehr gut.

Nach fünf Gängen stand der Sieg bereits fest. Wie erlebten Sie das Fest?
Bösch: Der Start war bereits vielversprechend, danach lief es mir sehr gut. Im fünften Gang war ich dann ein wenig überrascht von der Einteilung.

Warum?
Bösch: Ich habe mich bereits darauf eingestellt, mit Michael Bless zu schwingen. Gegen ihn habe ich am Toggenburger Verbandsschwinget gestellt.

Mit dem Tagessieg und zwei Zusatzpunkten machten Sie auch in der SCHLUSSGANG-Jahrespunkteliste einen Sprung nach vorne. Verfolgen Sie die Punkteliste?
Bösch: Natürlich schaue ich hie und da drauf, aber ich mache mir deswegen keine Gedanken. Für mich zählen ausschliesslich die Resultate an den Schwingfesten. Die Wertung kann ich sowieso nicht beeinflussen. Zudem kommt es auch drauf an, ob und mit welchen Eidgenossen man eingeteilt wird für die Zusatzpunkte.

Nun folgt am Sonntag das St. Galler. Sie starten als Titelverteidiger. Der zweite grosse Favorit ist Schwingerkönig Arnold Forrer. Ist ein Treffen bereits im ersten Gang möglich?
Bösch: Das denke ich nicht. Wir sind zwar nicht Klubkollegen, kommen aber beide aus dem Toggenburg. Toggenburger Paarungen dürfte es nicht schon im Anschwingen geben. Aber ich rechne damit, dass ich im Verlauf des Festes ganz sicher gegen ihn antreten muss.

Etwas ganz anderes: SCHLUSSGANG-Fotograf Peter Bruhin hat sie am Glarner-Bündner mit Kurt Schneiter (siehe Hauptbild) abgelichtet. Stört das die Konzentration während des Wettkampfes nicht?
Bösch: Wenn man mit einer Schwingerlegende wie Kurt Schneiter fotografiert werden kann, dann muss man die Chance wahrnehmen. Ich bin an Festen öfters auf den Plätzen unterwegs, wenn ich aber eine Pause oder meine Ruhe benötige, kann ich mich auch anders verhalten.

Die Saison ist noch jung und doch ist schon einiges geschehen. Was sind ihre weiteren Saisonziele?
Bösch: Wie erwähnt habe ich das erste Saisonziel mit dem Tagessieg an einem Kranzfest bereits erreicht. Klar stehen für mich das Nordostschweizerische sowie die beiden August-Feste in Herzogenbuchsee - das Berner Kantonalschwingfest - und das Bergkranzfest auf der Schwägalp im Zentrum.

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