Freiamt stiehlt Meister einen Punkt

Nach zwei Runden in der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft der Ringer liegen die Willisauer Lions bereits alleine an der Spitze. Der ersatzgeschwächte Meister Kriessern liess zu Hause überraschend gegen Freiamt einen Punkt liegen. Einsiedeln kassierte zu Hause eine herbe Schlappe gegen Schattdorf.
Freiamts Internationaler Randy Vock (oben) und Kriesserns Junioren-Internationaler Dominik Laritz lieferten sich bis 65 kg Freistil ein packendes Duell, das der Aargauer 14:10 gewann. (Foto: wr)

Meister Kriessern stand Teamstützte Marc Dietsche infolge eines internationales Turnieres nicht zur Verfügung. Freiamt sah seine Chance und stellte bis 74 kg Freistil den 44-jährigen Altinternationalen Reto Gisler auf. Prompt besiegte dieser den Greco-Spezialisten David Hungerbühler 16:1 und sorgte damit für einen packenden Schlusskampf bis 74 kg Greco. Der Freiämter Olympiaringer Pascal Strebel besiegte dabei den ukrainischen Routinier Sergey Sirenko 7:1, womit er das Endresultat der beiden Teams auf 19:19 stellte.
Freiamt gewann alle sechs Kämpfe von 57 bis 74 kg, wies jedoch in den oberen vier Gewichtsklassen von 79 bis 130 kg die verheerende Bilanz von 0:15 Mannschaftspunkten aus. Zu den Freiämter Opfern gehörten auch Schwinger Adrian Wetzstein und Nationalturner Joel Meier.

Souveräne Willisauer und Schattdorfer
Ein interessantes Schwingerduell auf der Ringermatte lieferten sich Marco Heiniger im Team von Willisau und Joel Ambühl für Hergiswil. Obwohl Ambühl 12:7 gewann, konnte er die Hergiswiler nicht retten. Die Napf-Ringer blieben im Luzerner Hinterländer Derby insgesamt chancenlos. Dies auch darum, weil bei Hergiswil die Gebrüder Suppiger fehlten. Meisteraspirant Willisau setzte sich trotz einiger namhafter Absenzen 24:12 durch. Somit liegen die Hergiswiler am Schluss der Tabelle und werden wie vermutet hart für den Ligaerhalt kämpfen müssen.

Dagegen meldete Schattdorf seine Halbfinalambitionen an. Bei den ersatzgeschwächten Einsiedlern gewannen die Urner souverän 27:10, wobei auch Schwinger Elias Kempf einen Schultersieg beisteuerte. Dazu hielt Trainer Michi Jauch Einsiedelns Siegringer Sven Neyer 5:2 auf Distanz. Einsiedeln gewann nur zwei Duelle auf der Matte und präsentiert sich nun plötzlich nicht mehr so sehr als ernsthafter Halbfinalkandidat. Doch im letzten Jahr trumpften die Klosterdörfler vor allem in der zweiten Qualifikationshälfte auf.

Nationalliga A, 2. Runde
Einsiedeln - Schattdorf 10:27
Kriessern - Freiamt 19:19
Willisau Lions - Hergiswil 24:12 

Rangliste (je 2 Kämpfe)
1, Willisau 4 Punkte (44:28)
2. Kriessern 3 Punkte (42:32)
3. Schattdorf 2 Punkte (40:33)
4. Einsiedeln 2 Punkte (29:41)
5. Freiamt 1 Punkt (35:39)
6. Hergiswil 0 Punkte (26:43)

3. Runde (je 20 Uhr)
Schattdorf - Willisau Lions
Kriessern - Einsiedeln
Hergiswil - Freiamt 

 

 

 

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