Kriessern - Willisau im Final

Erwartungsgemäss haben sich Kriessern (gegen Einsiedeln) und Willisau (gegen Freiamt) im Halbfinal durchgesetzt. Am nächsten Samstagabend ab 19 Uhr kommts in Grosswangen zum ersten Finalduell zwischen dem Rekordmeister und dem Titelverteidiger aus der Ostschweiz. Im kleinen Final um Bronze stehen sich Freiamt und Einsiedeln gegenüber.
Schwinger Pascal Gurtner im Team von Freiamt (links) schlug sich gegen Willisaus Altinternationalen Marco Riesen achtbar und hielt den Schaden mit 2:15 im Rahmen. (Foto: wr)

Freiamt liebäugelte nach der 14:21-Auswärtsschlappe in Willisau mit einem Heimsieg. Doch die Rehabilitation gelang nicht. Die Luzerner gewannen im Aargau nach einem Abend voller umstrittener Kampfrichterentscheide 19:17. Freiamts Trainer Adi Bucher zeigte sich am meisten enttäuscht über die schwache Kampfrichterleistung, zollte aber dem Gegner trotzdem Respekt: "Willisau hat zweimal super aufgestellt und war unter dem Strich stärker." Das Team habe gefightet und wertvolle Erfahrungen gesammelt. "Aber teilweise fehlte uns noch die physische Substanz."
"Eidgenosse" Pascal Gurtner rettete nach einem frühen 0:6 mit 2:15 eine Punkteniederlage. Mit 1:3 Mannschaftspunkten hielt er bis 130 kg Freistil für die Aargauer den Schaden in erträglichem Rahmen. Der zweite Schwinger in Freiämter Reihen, Roman Gurtner, verlor auf höchst umstrittene Weise 1:3. Der bulgarische Ringerschweizer Delian Alishahi beging in der Schlussminute offensichtliche Mattenflucht, was Zurfluh bei korrekter Bewertung zwei Punkte und damit den Sieg eingetragen hätte. Nach einem 7:10-Rückstand zur Pause kompensierte das unsicherte Kampfrichtertrio in der zweiten Hälfte für Freiamt. Der 19:17-Sieg für Willisau ging schliesslich in Ordnung, doch die Unparteiischen sorgten in beiden Lagern für unnötig viel Unmut. Mit dem Gesamttotal von 40:31 sind die Luzerner der verdiente Halbfinalsieger.

Kriessern mit Ausfällen
Die Formkurve von Qualifikationssieger Kriessern weist nach unten. Im Team von Hugo Dietsche erlitten Ramon und Tobias Betschart  überraschende Schulterniederlagen. Dennoch zogen die St. Galler Rheintaler nach einem 22:14-Auswärtserfolg  in der Heimhalle mit einem 19:19 ungefährdet in den Final gegen Willisau ein. Angesichts der Breite des Kaders ist Kriessern für den Final Favorit. Allerdings scheint das Team von Hugo Dietsche nicht mehr so unantastbar wie in der Qualifikation.

Hergiswil zittert
In der Barrage zwischen dem NLA-Letzten Hergiswil und NLB-Meister Brunnen ist noch keine Vorentscheidung gefallen. Die Napf-Ringer gewannen zu Hause ohne ihren Schwingereidgenossen Martin Suppiger 19:18. Im Rückkampf könnte es allerdings ohne den starken Schwergewichter eng werden. Bis 97 kg Freistil verlor der junge Hergiswiler Kranzschwinger Joel Ambühl gegen Brunnens Ruedi Appert 1:5. Neukranzer Thomas Suppiger meisterte bis 86 kg Greco den Brunner Christian Zemp mit 19:3 vorzeitig.

 

Wolfgang Rytz

Redaktion

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