Remis im Spitzenkampf Willisau - Kriessern

In der dritten Runde der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft im Ringen haben sich die beiden meistgehandelten Finalanwärter Willisau und Kriessern 17:17 getrennt. In einem spannenden ausgeglichenen Fight gewannen beide Teams je fünf Einzelkämpfe. Freiamt tat mit einem 30:7-Kantersieg über Hergiswil einen grossen Schritt Richtung Halbfinal. Im Abstiegskampf setzte sich Schattdorf in Einsiedeln knapp und etwas glückhaft 19:18 durch.
Roman Zurfluh (links) fegte den Hergiswiler Silvio Wyrsch mit 16:0 Wertungspunkten von der Matte. (Archivbild: wr)

Im Spitzenkampf traten beide Teams nicht in Bestbesetzung an. Damian Dietsche (Kriessern) und Stefan Reichmuth (Willisau) weilen zurzeit an der Militär-Weltmeisterschaft. Trotzdem lieferten sich die beiden Meisterschaftsfavoriten einen spannenden Fight auf hohem Niveau. Nur zwei Einzelkämpfe gingen nicht über sechs Kampfminuten. Acht von zehn Mattenduellen endeten mit einer Differenz von weniger als fünf Wertungspunkten.  Kriessern Internationaler Marc Dietsche und Willisaus Lukas Bossert kamen zu 4:1-Siegen mit technischer Überlegenheit. So war das 17:17-Ende ein logisches und auch gerechtets Mannschaftsergebnis. Damit bleibt der Kampf um den Qualifikationssieg bis auf weiteres spannend und offen.

Freiamt nicht gefordert
Obwohl Freiamt ein weiteres Mal ohne seine Leistungsträger Randy Vock und Manuel Jakob antrat, war Hergiswil kein gleichwertiger Gegner. Die Napf-Ringer traten ohne Suppiger-Brüder und den Alt-Internationalen Patrick Stadelmann an. In dieser Besetzung waren die Luzerner Hinterländer gegen die Aargauer chancenlos, wie das Resultat von 30:7 unterstreicht. Freiamts Schwinger Pascal Gurtner und Roman Zurfluh gaben keinen Punkt preis. Gurtner hielt den jungen Schwinger-Ringer Joel Ambühl mit 6:0 Wertungspunkten sicher unter Kontrolle.
Auf Messers Schneide stand der Kampf gegen den Abstieg zwischen Einsiedeln und Schattdorf. Nach einem 9:9 Pausenstand fiel die Vorentscheidung durch die überraschende Schulterniederlage von Tamas Landanyi gegen Lucas Epp beim Stande von 4:2 für Landanyi. Obwohl Flavio Freuler und Andreas Burkard darauf Überlegenheitssiege für Einsiedeln einfuhren, behielten die Urner dank Kim Besse und dem Greco-Internationalen Nicolas Christen mit 19:18 Mannschaftspunkten bei den Klosterdörflern das bessere Ende für sich. Sie bügelten damit auch die schwache Schwingerbilanz der Schattdorfer (Niederlagen für Elias Kempf und Michael Jauch) aus. Im Kampf gegen den letzten Platz ist damit aber noch keine Vorentscheidung gefallen. Einsiedeln bietet sich die Chance, in der Rückrunde mit einem klaren Sieg den schwarzen Peter doch noch den Urnern zuzuspielen.

Kämpfe der 3. Runde
Willisau Lions - Kriessern 17:17
Freiamt - Hergiswil 30:7
Einsiedeln - Schattdorf 18:19

Rangliste nach 3 Runden
1. Kriessern 5 Punkte (69:44)
2. Willisau 5 Punkte (59:47)
3. Freiamt 4 Punkte (67:41)
4. Schattdorf 2 Punkte (44:66)
5. Hergiswil 2 Punkte (43:66)
6. Einsiedeln 0 Punkte (48:66)

4. Runde (Samstag, 30. September, je 20 Uhr)
Schattdorf - Willisau Lions
Einsiedeln - Freiamt
Kriessern - Hergiswil

 

 

 

Wolfgang Rytz

Redaktion

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