Schwinger der Woche: Interview Bösch

Nach seinem zweiten Schwägalp-Sieg ist Daniel Bösch zum Schwinger der Woche ernannt worden.
Daniel Bösch gewann den Schwägalp-Titel nach 2015 zum zweiten Mal. (Bild: Rolf Eicher)

Daniel Bösch, gratulation zum Sieg auf der Schwägalp. Wie geht es Ihnen? Was bedeutet Ihnen dieser Sieg?
Daniel Bösch: Vielen Dank! Es geht mir gut. Ich fühle mich wohl. Ein Schwägalp-Sieg ist natürlich immer ein wunderbares Ereignis. Und eine Woche vor dem Unspunnen zeigt dies, dass die Form stimmt. Ich möchte den guten Lauf gerne mitnehmen können.

Sie haben Thomas Sempach im Schlussgang bezwungen. Wie war Ihre Strategie?
Bösch: Angreifen, angreifen, angreifen. Bis er einknickt.

Schon morgens lief es hervorragend für Sie. Wussten Sie da bereits schon, dass ein Sieg greifbar wird?
Bösch: Es ist unmöglich, bereits am Mittag Bescheid zu wissen. Der vierte und fünfte Gang sind ja auch noch zu bewältigen. Ich schaue von Gang zu Gang. Man weiss nie im Voraus, was am Abend ist.

Sie sind nun der Gejagte am Unspunnen-Schwinget, der Titelverteidiger. Wie fühlt sich das an? Wie verbringen Sie die letzten Tage und Stunden vor so einem grossen Fest?
Bösch: Ich bin freudig, sehr freudig. Ein bisschen trainieren, gut ernähren, und vor allem viel erholen.

Haben Sie Ihre Saison wieder so gesteuert wie 2016 in Estavayer, als Sie eines der besten Notenblätter aller Schwinger vorweisen konnten?
Bösch: Das kann man aus meiner Sicht nicht zu 100 % steuern. Es kommt auf so viele Faktoren an, ob es an einem Schwingfest läuft oder nicht. Letztes Jahr in Estavayer hat es sicherlich gepasst, doch das heisst nicht, dass es mir auch heuer gelingt. Immerhin war ich wegen meines Nasenbeinbruchs während der Saison ausser Gefecht gesetzt. Von daher fehlen mir ein paar Trainings und Wttkämpfe.

Falls Sie den Unspunnen-Schwinget nicht gewinnen, was raten Sie Ihrem Nachfolger?
Bösch: Wichtig finde ich, dass man den Erfolg geniessen kann und sich nicht unter Druck setzen lässt.

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