Schwinger der Woche: Interview Giger

In der Eishalle von Davos gelang Samuel Giger der erstmalige Sieg am Nordostschweizer Teilverbandsschwingfest. Im Schlussgang besiegte er nach einem 13-minütigen Abnützungskampf Armon Orlik. Der SCHLUSSGANG kürte den 19-Jährigen zum Schwinger der Woche.
Armon Orlik (links) ist der erste Gratulant des frischgebackenen NOS-Teilverbandssiegers Samuel Giger (rechts), der sein Glück noch kaum fassen kann. (Bild: Anja Bernhard)

Samuel Giger, welchen Stellenwert hat der Sieg in Davos für Sie?
Samuel Giger: Nebst dem Sieg 2016 auf der Schwägalp ist dies mein grösster Erfolg. Der Unterschied zum Triumph auf der Schwägalp ist, damals erbte ich nach gestelltem Schlussgang, diesmal konnte ich den Schlussgang gewinnen und es selber richten. Ein grossartiges Gefühl.

Haben Sie immer daran geglaubt, dass es in Davos mit dem ersten Teilverbandssieg klappt?
Giger: Mann muss an den Sieg glauben. Tut man das auch nur für kurze Zeit nicht, ist der Sieg bereits entschwunden.

Gegen Armon Orlik verloren Sie etwa 2016 im Schlussgang des Nordostschweizerischen in Wattwil. Welche Taktik haben Sie sich gegen ihn zurechtgelegt?
Giger: Mir ist es gut gelungen, meinen Schwingstil durchzuziehen. Doch auch Armon hatte seine Chancen, es hätte auf beide Seiten gehen können. Am Ende ist es  für mich gelaufen.

Der Schlussgang zwischen Armon Orlik und Ihnen begeisterte die Zuschauer.
Giger: Es war ein sehr intensiver, offensiver Gang, wo wir beide unsere Chancen hatten. Obwohl Armon Orlik im Bündnerland Heimvorteil hatte, das Publikum zeigte sich sehr fair.

Wie beurteilen Sie die Rückkehr von Armon Orlik nach sechs Wochen Pause?
Giger: Wer nach einer Nackenverletzung so stark zurückkehrt und gleich in den Schlussgang einzieht verdient Respekt. Obwohl wir im Sägemehl Gegner sind, freue ich mich, dass er wieder zurück ist und den Vorfall vom Aargauer Kantonalen wegstecken konnte.

Wie geht es für Sie sportlich weiter?
Giger: Mit dem Appenzeller, Berner Kantonalen, Brünig und Schwägalp-Schwinget stehen in den kommenden Wochen einige grosse Feste bevor. Das eigene Bergfest auf der Schwägalp hat für uns Nordostschweizer stets eine besondere Bedeutung. Das Berner Kantonale und der Brünig-Schwinget bedeuten für mich eine Premiere.

Wie erlebten Sie die Atmosphäre in der Eishalle von Davos?
Giger: Ich habe erst wenige Wettkämpfe in der Halle bestritten. Die Luft und auch die Stimmung waren anders als im Freien. Ich bin positiv überrascht und nehme von Davos nur schöne Erinnerungen mit in den Kanton Thurgau.  

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Jakob Heer

Redaktion

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