Schwinger der Woche: Interview Gisler

Bruno Gisler hat nach 2007, 2011, und 2015 das Nordwestschweizerische Schwingfest zum vierten Mal gewonnen. Im Schlussgang hielt er in Fulenbach den Nordostschweizer Michael Bless auf Distanz.
Bruno Gisler erhielt für seinen Sieg am Nordwestschweizerischen in Fulenbach den Redholsteinmuni "Caramel". (Foto: wr)

Am Vortag fand auf dem gleichen Schwingplatz in Fulenbach ein Schnupperschwinget statt. Ihr siebenjähriger Sohn Timo gewann dabei sein erstes Schwingfest. Gab dies die Motivation, es ihm tags darauf gleichzutun?
Bruno Gisler: (lacht) Natürlich war dies schön, und ich bin stolz darauf. Wenn man so will, war es eine zusätzliche Motivation für mich.

Warum klappte es in Fulenbach endlich mit dem ersten Kranzfestsieg in diesem Jahr?
Gisler: Der Saisonaufbau war ein Stück weit so geplant, dass ich Ende Saison in Topform komme.

Zuvor verlief die Saison aber eher harzig.
Gisler: Ja, das stimmt. Immer kam wieder ein Dämpfer dazwischen. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mit dem Hof zu Hause im Sommer ein 150-Prozent-Arbeitspensum erfülle.

Sie starteten auch in Fulenbach mit dem Gestellten gegen Bruno Nötzli eher mässig.
Gisler: Da überwog bei beiden die Vorsicht. Danach kam ich aber gut in Schwung. Die Siege gegen Erich Fankhauser und Nick Alpiger war die Schlüsselkämpfe am heutigen Tag.

Hatten Sie den Blitzangriff mit Linksfussstich gegen Nick Alpiger so geplant?
Gisler: Ja, diese Taktik habe ich mir so zurecht gelegt. Gegen ihn muss ich immer auf der Hut sein. Ich habe grossen Respekt vor diesem jungen Schwinger.

War es immer klar, dass Sie nur zwei Wochen vor dem Eidgenössischen auch noch auf der Schwägalp antreten?
Gisler: Ja, dieses Schwingfest befindet sich schon lange in meiner Saisonplanung. Mir passt ein letzter Wettkampf zwei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt.

Wie geht es mit Ihnen nach Estavayer weiter?
Gisler: Das ist ein schwieriger Entscheid. Estavayer wird wohl mein letztes Eidgenössisches sein, doch 2017, wo bereits wieder ein Unspunnen-Schwinget ansteht, möchte ich gerne noch dabei sein.

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Wolfgang Rytz

Redaktion

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