Schwinger der Woche: Interview Gisler

Bruno Gisler wurde zum Schwinger der Woche ernannt. Der Solothurner gewann am vergangenen Sonntag zum zweiten Mal nach 2008 das Aargauer Kantonalschwingfest.
Bruno Gisler (hinten) ballt nach gewonnenem Schlussgang über die Marcel Kropf die Faust. (Bild: Werner Schaerer)

Bruno Gisler, glaubten Sie am Morgen, dass Sie als Solothurner Gast den Sieg am Aargauer holen?
Bruno Gisler: Nein mit diesem Sieg rechnete ich wirklich nicht. Die Favoritenrolle gehörte anderen wie Armon Orlik.

Wie beurteilen Sie ihre Tagesleistung?
Gisler: Nach einem verhaltenen Start gelang es mir, mich zu steigern. Schön dass es sich aufgegangen ist, nachdem ich schon im Vorjahr in Lenzburg im Schlussgang stand, dort aber Christoph Bieri nicht bezwingen konnte.

Entscheidend war Ihr Sieg im fünften Gang über Armon Orlik.
Gisler: Ich hatte schon mit Griff fassen gegen ihn ein gutes Gefühl und hatte nichts zu verlieren. Mit einem Hüfter-Konter konnte ich den Bündner Favoriten bezwingen. Ich kannte ihn auch von einem früheren Duell am Kilchberger Schwinget 2014. Auch damals gelang mir der Erfolg.

Wie haben Sie die Situation erlebt, als Orlik verletzt liegen blieb?
Gisler: Es war für mich eine ungemütliche Situation, da ich nicht wusste, was ihm passiert ist. Glücklicherweise ist es nicht so schlimm, wie es auf den ersten Blick ausgesehen hat. Zur Rangverkündigung war Armon wieder in der Arena. Ich wünsche ihm, dass er baldmöglichst wieder Wettkämpfe bestreiten kann.

Wie sind Sie den Schlussgang angegangen?
Gisler: Marcel Kropf kommt wie ich aus dem Kanton Solothurn. Wir trainieren ab und zu miteinander, darum kenne ich ihn. Ich habe ihn in Brugg beobachtet, er zeigte eine starke Tagesleistung. Meine Devise im Schlussgang war es, ihm nicht ins offene Messer zu laufen. Mit dieser vorsichtigen Taktik gelangte ich zum Tagessieg.

 

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Jakob Heer

Redaktion

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