Schwinger der Woche: Interview Glarner

Der letzte Schwinger der Woche der Saison 2017 heisst Matthias Glarner. Der Schwingerkönig ist auf dem Weg der Besserung und will schon bald wieder angreifen im Sägemehl. Von November bis Ende Februar wird unter www.schlussgang.ch wieder die Schwingerwoche thematisiert.
Matthias Glarner hat wieder Grund zum Strahlen. (Foto: Rolf Eicher)

Matthias Glarner, etwas mehr als vier Monate sind seit Ihrem Unfall vergangen. Sind die Erinnerungen noch da?
Matthias Glarner: Für mich ist es eigentlich vorbei. Ich denke auch nicht mehr so oft daran. Positiv ist, dass es mich auch nicht belastet. Daher kann ich also sagen, dass es für mich abgeschlossen ist.

Wie haben Sie die vielen positiven Rückmeldungen nach dem Unfall erlebt?
Glarner: Das hat sicher auch Energie gegeben. Über die Schwingerfamilie hinaus habe ich viele Genesungswünsche erhalten. Das hilft, wenn die Leute positiv reagieren. Und es zeigt auch, dass ich in meinem ersten Jahr als Schwingerkönig keine schlechte Falle gemacht habe.

Sie sind trotz der Verletzung am Unspunnen-Schwinget anwesend gewesen. Hat dies bei der Verarbeitung geholfen?
Glarner: Es war das erste Mal in den vergangenen 15 Jahren, dass ich einen Eidgenössischen Anlass sportlich verpasst habe. So konnte ich das Geschehen für einmal von einer anderen Seite erleben. Nach zwei, drei Stunden war ich mehr Fan als Schwinger, dass hat geholfen. Und es hat auch Motivation gegeben, nochmals anzugreifen.

Trainieren Sie bereits wieder?
Glarner: Derzeit bin ich schon intensiv dran. Die drei Wochen Reha in Magglingen haben mir sicherlich geholfen. Aber es braucht noch viel Arbeit und Pflege.

Wann geht es wieder ins Sägemehl?
Glarner: Am Donnerstagabend war ich erstmals wieder im Schwingkeller. Mit Schwingen hatte dies aber noch nicht soviel zu tun, ich wollte einfach mal wieder das Gefühl im Sägemehl bekommen.

Ist ein Comeback-Wettkampf schon in Sicht?
Glarner: Der erste Anlass im Berner Oberland wäre der Hallenschwinget in Thun. Das habe ich mir auch als Ziel gesetzt. Ob es klappt, hängt auch von meinem körperlichen Zustand ab.

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