Schwinger der Woche: Interview Graber

Mit seinem 100. Kranzgewinn am Emmentalischen Schwingfest in Zollbrück wurde Willy Graber zum Schwinger der Woche ernannt. Im Interview stellt er sich den Fragen vom SCHLUSSGANG.
Willy Graber wurde der 100. Kranz nicht von einer Ehrendame aufgesetzt, diesen Part übernahmen seine beiden Töchter Anna (im roten Kleid) und Alisa (im blauen Kleid). (Bild: Rolf Eicher)

Willy Graber, herzliche Gratulation zum 100. Kranzgewinn! Wie fühlen Sie sich, wie fühlten Sie sich an diesem Tag?
Graber: Vielen Dank, es ist ein tolles Gefühl! An diesem Tag war schon morgens alles anders als an anderen Festen. Ich war nervös und wusste, um was es ging.

Kurz vor dem Ziel verloren Sie noch Ihren fünften Gang und mussten beinahe noch um den Kranz zittern…
Graber: Das passiert mir sonst nicht. So blöde habe ich mich schon lange nicht mehr aufs Kreuz legen lassen.

Und wie lief das Fest allgemein?
Graber: Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden, bis auf eben die Niederlage gegen Gustav Steffen. Aber diesen Tag, dieses Erlebnis und die Erinnerungen vom 100. Kranzgewinn, das kann mir niemand mehr nehmen.

Ihre beiden Töchter Alisa und Anna haben Ihnen den Kranz aufgesetzt. Eine rührende Geste für alle Zuschauer!
Graber: Das war also sehr emotional für mich! Meine Frau Christine und viele Zuschauer haben richtig Wasser "grännet".

Wie trainieren Sie eigentlich?
Graber: Ich trainiere fokussiert. Ich mache kein Krafttraining - meine Berufe als Bauer und Dachdecker geben mir die Kraft. Wenn meine Arbeitskollegen ein paar Dachlatten nach oben tragen, trage ich halt ein paar mehr…

Wie geht es mit Ihrer Schwingkarriere jetzt weiter? Haben Sie schon Pläne für die schwingerische Zukunft?
Graber: Das bespreche ich im Herbst gemeinsam mit meiner Familie - das wird ein gemeinsamer Entscheid.

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Werner Frattini

Freier Mitarbeiter Text

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