Schwinger der Woche: Interview Gwerder

Beim vorletzten Freiluftwettkampf der Saison 2015 feierte Guido Gwerder seinen zweiten Rangfestsieg. Dies elf Jahre nach seinem ersten Triumph auf der Melchsee-Frutt. Im Interview blickt der Schwinger der Woche, Guido Gwerder, auf die beiden Siege zurück.
Guido Gwerder (vorne gegen Adi Laimbacher), hat 2015 speziell an den regionalen Anlässen überzeugt. (Archivbild Werner Schaerer, Schwyzer Kantonalfest 2012 in Unteriberg.)

Guido Gwerder, mit welchen Zielen sind Sie ans Herbstschwinget Unteriberg gereist?
Guido Gwerder: Ich wollte an die gute Leistung vom Herbstschwinget in Siebnen, wo ich Rang vier belegte, anknüpfen und die Saison 2015 mit einer guten Platzierung beenden. Dass es letztlich zum Sieg gereicht hat ist natürlich schön.

Wie bilanzieren Sie Ihren Saisonabschluss?
Gwerder: Ich stellte zum Auftakt mit Christian Gwerder, mit dem ich schon manches Duell hatte, die meist gestellt endeten. Mit zwei Siegen arbeitete ich mich wieder heran, ehe ich im vierten Gang mit dem zu diesem Zeitpunkt führenden Bruno Linggi in den Ring musste und mein zweites Unentschieden hinnehmen musste. Im Ausstich konnte ich wieder beide Duelle gewinnen und weil im Schlussgang Pirmin Föhn und Dario Gwerder stellten wurde ich zum lachenden Dritten. Dass ich im letzten Gang gegen Christian Bucher im ersten Zug zum Resultat komme, damit rechnete ich nicht.

Auf Ihren zweiten regionalen Festsieg mussten Sie sich lange gedulden.
Gwerder: Richtig, ich erinnere mich noch gut, es war 2004 auf der Melchsee-Frutt. Auch damals vor elf Jahren war ich lachender Dritter, nachdem Andreas Brun und Kaspar Inderbitzin im Schlussgang stellten.

Haben Sie Ihrem Klubkamerad Dario Gwerder noch Tipps gegeben vor dem Schlussgang?
Gwerder: Obwohl wir beide wussten, dass bei einem Gestellten ich Festsieger würde sagte ich zu ihm, dass er nicht auf mich schauen müsse, und wenn er seine Chance sieht, sie packen soll. Als Nichtkranzer lag es nicht an Dario den Gang zu bestimmen und weil auch sein Gegner zu wenig riskierte kam es zum Gestellten. Leider wurde Dario im Schlussgang nur eine 8,75 geschrieben, sonst hätten wir gar einen klubinternen Doppelsieg feiern können.

Wie bilanzieren Sie Ihre gesamte Saison 2015?
Gwerder: Nachdem ich nach einer Kreuzbandverletzung die gesamte Saison 2014 auslassen musste bin ich froh, dass ich eine verletzungsfreie Saison erleben durfte. Berufsbedingt hatte ich am operierten Knie im Frühjahr Wasser im Knie und musste deswegen das Zuger und Luzerner Kantonale auslassen. An den übrigen Kranzfesten fehlte mir das nötige Wettkampfglück, wodurch mir eine Kranzerfolg verwehrt blieb. Speziell an den regionalen Anlässen lief es mir aber sehr gut.

Nächstes Jahr steht wieder ein Eidgenössisches an.
Gwerder: Dies ist, wenn ich gesund bleibe, unbestritten ein grosses Ziel von mir. Mit 28 Jahren bin ich nun einer der ältesten im Schwingklub Muotathal. In dieser Saison haben einige junge Schwinger aus unserem Klub ihr Potential angedeutet und ihren längst fälligen ersten Kranzgewinn feiern dürfen. Diese talentierte, gut durchmischte Truppe als Routinier in Estavayer anführen zu dürfen, ist mein Ziel. Bleibe ich von Verletzungen verschont kann ich mir vorstellen noch ein paar Jahre weiterzumachen.      

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