Schwinger der Woche: Interview Reichmuth

Pirmin Reichmuth gibt Auskunft zu seinem Comeback am Chemihütte-Schwinget in Aeschiried. Mit vier Siegen und zwei Gestellten erlebte er eine starke Rückkehr und klassierte sich gleich wieder auf dem 2. Rang.
Pirmin Reichmuth (oben) bei seinem Comeback im Duell mit Jan Wittwer. (Foto: Barbara Loosli)

Pirmin Reichmuth, das Comeback darf als sehr erfreulich bezeichnet werden. Wie haben Sie sich gefühlt?
Pirmin Reichmuth: Sehr gut. Es war sehr speziell zum ersten Mal seit dem Eidgenössischen Schwingfest 2016 in Estavayer wieder im Einsatz zu stehen, nach 25 Monaten Pause. Und schwingerisch hatte ich ein gutes Gefühl. 

Wie kam es zur Teilnahme?
Reichmuth: Ich habe bewusst gewartet, bis ich zu 100 Prozent fit bin. Ich wusste, dass ich nicht "bevorzugt" werde und wollte deshalb bereit sein.

Wie ging es Ihnen am Tag nach dem Fest?
Reichmuth: Ich habe den Wettkampf körperlich sehr gespürt. Überspitzt formuliert hat mir alles weh getan ausser dem Knie, welches verletzt war. Das ist aber auch ein wichtiger Moment für mich und zeigt, dass ich mich auf einem guten Weg befinde.

Haben Sie Ihre Schwingweise verändert?
Reichmuth: Meine Schwingweise habe ich versucht schon vor der letzten Verletzung am Kreuzband zu verändern. Auf gewisse Schwünge verzichte ich. Aber ich habe im Wettkampf schon gespürt, dass die Substanz noch fehlt. Und bei den Schwüngen sicherlich auch die Sicherheit.

Wie halten Sie sich nun fit? Gibt es eine Pause?
Reichmuth: Im Krafttrainig mache ich keine Pause, weil ich fast keine Wettkämpfe bestritten habe. Deshalb werde ich am kommenden Sonntag auch den Herbstschwinget in Unteriberg bestreiten. Im November beginnt dann wieder das Krafttraining. Gesund in den Winter zu gehen ist ein super Gefühl, dass konnte ich schon seit Jahren nicht mehr.

2019 ist ein spezielles Jahr, vor allem für Sie als Zuger. Was sind die Ziele?
Reichmuth: Ich würde lügen, wenn ich sage, dass das ESAF 2019 in Zug nicht im Hinterkopf ist. Aber für mich ist es im Moment ein Fernziel. Erste Ziele sind sind die Kranzfeste und möglichst vorne mitzuschwingen. Zudem möchte ich mir die Wettkampfpraxis und Härte wieder holen.

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Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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