Schwinger der Woche: Interview Reusser

Philipp Reusser wurde zum Schwinger der Woche ernannt. Der Berner gewann vor sechs Tagen auf dem Brünig sein erstes Kranzfest der Laufbahn. Heute folgt das Interview.
Der Schwinger der Woche Philipp Reusser. (Foto: Rolf Eicher)

Philipp Reusser, wie haben Sie die Tage nach dem Brünig-Sieg erlebt?
Philipp Reusser: Erst am Montag nach dem Schwingfest habe ich richtig realisiert, was mir gelungen ist. Der Empfang am Montagabend in meiner Heimat war natürlich sehr speziell und schön.

Wussten Sie vor dem Schlussgang um die Ausgangslage und wie haben Sie diesen erlebt?
Reusser: Ich habe den letzten Gang bestritten und war natürlich froh, dass ich siegen konnte. Nach den Schmerzen im Rücken war ich danach in der Massage und als ich von dieser kam, hat mich Christian Stucki darauf aufmerksam gemacht, dass es womöglich zum Sieg reichen könnte. Im ersten Moment konnte ich dies aber noch nicht so recht glauben.

Im fünften Gang bekamen Sie eine Chance zum Schlussgangeinzug gegen Pirmin Egli. Was fehlte gegen den Luzerner zum Sieg?
Reusser: Klar, nach Papier hätte ich diesen Gang gewinnen sollen, das ist unumstritten. Aber Bergfeste haben ihren eigenen Charakter und Pirmin Egli hat sehr gut geschwungen. Trotz diesem Gestellten habe ich mich danach gut auf den letzten Gang einstellen können.

Wegweisend waren die Siege gegen die Eidgenossen René Suppiger und Reto Nötzli. Wie haben Sie diese Duelle in Angriff genommen?
Reusser: Gegen René Suppiger habe ich zum ersten Mal geschwungen, gegen Reto Nötzli zum zweiten Mal. Ich konnte ziemlich unbeschwert in diese Duelle steigen, vor allem gegen Nötzli.

Der Brünig-Kranz war der vierte Kranz der Saison 2017. Wie sieht Ihre Bilanz schon vor Schwägalp und Unspunnen aus?
Reusser: Dadurch, dass ich seit Estavayer Eidgenosse bin, gibt es nun mehr Gegner, die es als Erfolg betrachten gegen mich nicht zu verlieren. Das ist der einzige Unterschied zum Vorjahr. Wenn ich leistungsmässig mit den anderen Jahren vergleiche, bin ich in etwa im Soll. Mehr Kränze wären möglich gewesen, dafür konnte ich heuer bereits zwei Bergkränze ergattern, was mir zuvor noch nicht gelungen ist.

Der Unspunnen-Schwinget steht an. Die Selektion ist geschafft. Mit welchen Zielen starten Sie an diesen Anlass?
Reusser: Mein Ziel ist es top motiviert in die Gänge zu gehen und die Bereitschaft zu zeigen alles zu geben, so dass man am Abend zufrieden sein kann. Auf einen Rang oder eine Anzahl gewonnener Gänge will ich mich nicht verstiefen.

 

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Die Schenker Storen gratulieren Philipp Reusser zum Sieg
am Brünig-Schwinget und zur Wahl zum Schwinger der
Woche unter www.schlussgang.ch!

Im Artikel erwähnt: 

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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