Schwinger der Woche: Interview Samuel Giger

Samuel Giger liess sich am vergangenen Sonntag als bisher jüngster Schwägalp-Schwinget-Sieger feiern. Der 18-jährige Thurgauer profitierte zusammen mit Armon Orlik vom gestellten Schlussgang zwischen Daniel Bösch und Marcel Mathis. Beim Siegerinterview mit zahlreichen Medienleuten war Giger perplex.
Im ersten Gang tat sich Samuel Giger (unten) gegen den Nordwestschweizer Remo Stalder schwer und verlor in der Schlussphase. (Foto: wr)

Herzliche Gratulation zum Schwägalp-Festsieg. Haben Sie damit gerechnet?
Samuel Giger: Nein, den Festsieg habe ich überhaupt nicht erwartet. Daran dachte ich nie. Nach dem letzten gewonnenen Gang gegen Sven Schurtenberger hatte ich mich bereits zurückgezogen, als man mich wieder auf den Festplatz rief.

Wie ordnen Sie diesen Sieg in Ihrer bisherigen Laufbahn ein?
Giger: Dazu fällt mir noch keine Antwort ein, ich kanns noch gar nicht fassen. Ich bin total überrascht von diesem Erfolg und habe einfach grosse Freude.

Was war denn das Ziel bei diesem Wettkampf?
Giger: Nach der längeren Wettkampfpause wollte ich einfach nur wieder ein Schwingfest bestreiten. 

Warum hatten Sie kein konkretes Ziel?
Giger: Nach der siebenwöchigen Pause durch die Fussverletzung wusste ich nicht, wo ich stehe. 

Was war los im ersten Gang bei der Niederlage gegen Remo Stalder?
Giger: Da war ich noch gehemmt. Mir fehlte der Rhythmus. Im Trainings liefs schon wieder ganz gut, doch ein Wettkampf ist immer etwas anderes. Aber am Nachmittag ging der Knopf auf.

Hatten Sie Zeit für eine grosse Siegesfeier?
Giger: Nein. Ab sofort steht nun das Eidgenössische im Zentrum. Dazu nehme ich viel Schwung von der Schwägalp mit.


 

 

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Wolfgang Rytz

Redaktion

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