Schwinger der Woche: Interview Schuler

Nach 2010, 2011 und 2013 siegte Christian Schuler zum vierten Mal am Herbstschwinget Unteriberg. Sein Triumph beim Abschluss der Freiluftsaison fiel mit sechs Siegen überlegen aus. Der SCHLUSSGANG krönte den Rothenthurmer zum Schwinger der Woche.
Christian Schuler (links) traf in Unteriberg auf vier Muotathaler Gegner. Im zweiten Gang besiegte er Vorjahressieger Guido Gwerder. (Bild: Jakob Heer)

Christian Schuler, als einer der wenigen Spitzenschwinger sind Sie nach dem Eidgenössischen noch an regionalen Einsätzen im Einsatz.
Christian Schuler: Wenn man in einem Jahr auf das Eidgenössische fokussiert, ist es für jeden Athleten schwer, nach dem Saisonhöhepunkt nochmals die Motivation aufzubringen. Für mich waren die beiden Anlässe in Siebnen und in Unteriberg „Heimanlässe“. Nachdem ich in Siebnen nach einer Niederlage im vierten Gang gegen Reto Nötzli den Sieg vergab, wollte ich es in Unteriberg unbedingt besser machen.

Dieser Sieg zum Abschluss der Freiluftsaison stand denn auch nie in Gefahr.
Schuler: Die sechs Gänge in Unteriberg verliefen so, wie ich es mir vorstellte. Mit einem schönen Wurf konnte ich das Jahr 2016 beenden. Doch so einfach, wie es aussah, fiel mir das Siegen nicht. Es kommen im Kanton Schwyz einige junge Schwinger nach, die nach vorne drängen.

Auffallend war, dass Sie sich gleich mit vier Muotathalern duellierten.
Schuler: Tatsächlich. Gegen den gleichaltrigen Guido Gwerder duellierte ich mich an Jung- und Nachwuchsschwingertagen unzählige Male.  In Unteriberg war es aber erst das dritte Duell bei den Aktiven zwischen uns zwei. Das ist schon speziell.

Im Schlussgang gegen Marcel Bieri boten sie einer Feuerwerk an Schwüngen, bis das Resultat zustande kam.
Schuler: Ich probierte es mit Kurz, Gammen und Wyberhaken-Varianten, fand jedoch nicht zum Erfolg. Marcel war gut auf mich eingestellt und verteidigte sich taktisch geschickt. Als meine Angriffe nicht zum Ziel führten, überliess ich ihm einmal die Offensive, und promt konnte ich ihn mit einem Gammen auskontern.

Ziehen wir eine Saisonbilanz: War das heuer der beste Christian Schuler, den man gesehen hat?
Schuler: Nach der heurigen Saison nach Negativen zu suchen, wäre tatsächlich auf hohem Niveau gejammert. Ich konnte das Zuger Kantonale, den Stoos sowie erstmals das Innerschweizer Teilverbandsfest gewinnen. Dazu kommt Rang vier am Eidgenössischen Schwingfest Estavayer2106. Und das Schönste ist, ich konnte die Saison gesund und siegreich beenden.

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Jakob Heer

Redaktion

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