Schwinger der Woche: Interview Siegenthaler

Matthias Siegenthaler trat am Oberländischen Schwingfest vom Schwingsport ab. Der Sennenschwinger blickt auf das Ereignis zurück und erklärt als aktueller Schwinger der Woche, wie er dem Schwingsport erhalten bleiben wird.
Bild nach dem Kranzgewinn von Matthias Siegenthaler (links) mit dem Schwingerkollegen Heinz Habegger. (Foto: Rolf Eicher)

Matthias Siegenthaler, wie geht es Ihnen nach der Rücktrittsaussprechung?
Matthias Siegenthaler: Ich fühle mich gut, weil ich mir nun Zeit nehmen kann für die Familie. Zudem bin ich stolz und glücklich, dass ich meinen Wunsch noch erfüllen konnte.

Von welchem Wunsch sprechen Sie?
Siegenthaler: Es war mein grosses Ziel, dass ich nochmals ein Kranzfest bestreiten konnte. Eigentlich wollte ich dies ja am Emmentalischen Schwingfest machen, doch dort war dies krankheitsbedingt nicht möglich.

Wussten Sie schon vor dem Start am Oberländischen, dass dies der letzte Kranzfesteinsatz werden wird?
Siegenthaler: Ja, das war so geplant. Es war ein Traum von mir, nochmals einen Kranz gewinnen zu können. Dieser Traum wurde zum Glück auch realität.

War dies das letzte Schwingfest oder sind Sie nochmals zu bewundern?
Siegenthaler: Ich bin auf jeden Fall am Abendschwinget in Fankhaus vor Ort. Dieses Fest findet am 14. Juli statt. Ob als Schwinger oder als Zuschauer werde ich kurzfristig entscheiden. Sicher ist, dass ich aufgrund meiner Knieverletzungen bis Ende Juni keine Schwingerhosen anziehen werde.

80 Kränze und 8 Kranzfestsiege sind eine stolze Bilanz. Auf was blicken Sie bei Ihrer Laufbahn besonders zurück?
Siegenthaler: Sportlich waren einige schöne Erfolge dabei, wie zum Beispiel der letzte Kranzgewinn. Den habe ich nur für mich selber gewonnen. Aber schöne Erlebnisse hatte ich vor allem neben dem Platz, wenn ich die Kollegialität unter den Schwingern geniessen durfte.

Bleiben Sie dem Schwingsport erhalten?
Siegenthaler: Ich werde dem Schwingsport sicher nicht verloren gehen, ich bin und bleibe ja noch der Technische Leiter im Schwingklub Trub. Ein höheres Amt könnte ich mir vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt vorstellen.

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Werner Frattini

Freier Mitarbeiter Text

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