Schwinger der Woche: Interview Suppiger

Nach einem längeren Unterbruch kehrte Werner Suppiger in Sarnen auf die Schwingplätze zurück. Nur 14 Tage später glückte ihm in Oberarth der Festsieg. Der SCHLUSSGANG kürte den Luzerner zum Schwinger der Woche.
Im Bodenkampf behielt Werner Suppiger (hinten) gegen Eidgenosse Reto Nötzli die Oberhand. (Bild: Jakob Heer)

Werner Suppiger, reisten sie mit dem Ziel zu gewinnen nach Oberarth?
Werner Suppiger: In keinster Art. Ich bin erst seit rund drei Wochen wieder im Training und habe gerade einmal sieben Trainingseinheiten absolviert bis vor Oberarth. Vielmehr betrachtete ich den Wettkampf in Oberarth als zusätzliches Training.

Wieso fehlten Sie über ein halbes Jahr auf den Schwingplätzen?
Suppiger: Probleme mit dem Gehör zwangen mich die Saison 2017 nach dem ISAF in Alpnach abzubrechen. Eine Zeitlang konnte ich nicht einmal mehr arbeiten. Darum musste ich auch längere Zeit mit dem Training und ebenfalls mit dem Ringen aussetzten und bis zum Hallenschwinget Sarnen ganz auf Schwingfeste verzichten.

Haben Sie deswegen ihre Ziele neu definiert?
Suppiger: Eindeutig, ich bin trainingsmässig noch im Verzug. Mein Fokus gilt klar den Rangfesten, wo ich mich wieder für höhere Aufgaben herantasten möchte. Viel Zeit bleibt mir jedoch nicht, schon am 22. April steht mit dem Zuger Kantonalen das erste Kranzfest an.

Trotz all den Umständen glückte Ihnen heute ein guter Wettkampf.
Suppiger: Der erste Gang mit Mike Müllestein war hart und intensiv. In den folgenden Gängen bin ich relativ schnell zum Erfolg gekommen und konnte Kräfte sparen. Gegen Guido Gwerder schwang ich auch schon. Ich war am Boden kurzzeitig dem Sieg nahe. Nachdem der Gang gestellt endete rechnete ich nicht mehr damit, dass es noch für den Schlussgangeinzug reicht.

Welche Taktik wendeten Sie im Schlussgang gegen Reto Nötzli an?
Suppiger: Reto Nötzli wies 0,75 Punkt Vorsprung auf, also musste ich gewinnen um ihn noch zu überholen. Ich war auf eine Entscheidung aus und versuchte während des Duelles meinen Rhythmus zu finden. Am Boden gelang es mir, meine Ringerqualitäten erfolgreich einzusetzen.
 

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Jakob Heer

Redaktion

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