Schwinger der Woche: Interview Wicki

Mit einem starken Notenblatt ist Joel Wicki in die Saison 2018 eingestiegen. Beim Hallenschwinget in Sarnen gewann der Luzerner alle sechs Gänge, darunter den Schlussgang gegen Titelverteidiger Mike Müllestein. Der aktuelle Schwinger der Woche stellte sich dem Interview.
Joel Wicki mit Siegrrind "Uta" am Hallenschwinget in Sarnen. (Foto: Robert Dillier)

Joel Wicki, wie bilanzieren Sie den Saisoneinstieg?
Joel Wicki: Ich habe einen super Tag erwischt, denn alles lief wie gewünscht. Ich konnte meine Leistung konstant abrufen in allen Gängen und geriet nie in Rücklage, das hat natürlich schon geholfen.

Wie wichtig sind Siege und gute Klassierungen an den Rangfesten vor dem Start der Kranzfestsaison?
Wicki: Wichtig sind diese Anlässe, weil man sich viel Selbstvertrauen holen kann. Wenn man seine gewünschte Leistung abrufen kann, weiss man, wie gut man über die wettkampffreie Zeit trainiert hat. Es gibt einem aber auch die Möglichkeit herauszuspüren, was noch fehlt und natürlich kann man Sachen ausprobieren. Das ist im Jahr 2018, in dem es wichtig ist, Erfahrungen für die ESAF-Saison 2019 zu sammeln, besonders wichtig,

Es war zu hören, dass Sie im Winter der Gegnerschaft Eindruck hinterlassen haben. Sind Sie nochmals stärker geworden?Wicki: Körperlich habe ich mich schon verbessert, vor allem im Rumpf und in der Explosivität. Zudem konnte ich mein Ding durchziehen, ohne dass ich mich von aussen zu stark beeinflussen liess. Heute ist es für mich einfacher mal auf ein Training zu verzichten, wenn ich beispielsweise für die Jagdprüfung im Einsatz stehen. Technisch habe ich bewusst an der Bodentechnik gefeilt, aber auch im Stand wurde gearbeitet.

2015 waren Sie 7. der SCHLUSSGANG-Wertung, im Vorjahr sogar 2. Streben Sie 2018 nochmals eine Steigerung an?
Wicki: Das ist schwierig zu sagen, weil es für eine gute Klassierung konstante Leistungen und Wettkampfglück benötigt. Letztes Jahr hatte ich eine tolle Saison mit vielen Höhepunkten, dass dies jedes Jahr gelingt ist aber nicht selbstverständlich. Die SCHLUSSGANG-Wertung einmal zu gewinnen wäre aber natürlich schon toll.

Auf welche Einsätze im Jahr 2018 freuen Sie sich besonders?
Wicki: Die Teilverbandsfeste am Nordostschweiz und am Innerschweizer haben sicherlich eine spezielle Bedeutung, aber auch die drei Bergfeste Rigi, Brünig und Schwäglap. Besonders mit der Schwägalp - der letzte Bergkranz der noch fehlt - habe ich sozusagen nach meiner Verletzung von 2016 noch eine Rechnung offen.

Zum Abschluss: Sie wurden zum Aufsteiger des Jahres 2017 erkoren. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?
Wicki: Die Auszeichnung bedeutet mir sehr viel und zeigt die Leistungen von 2017 nochmals auf. Aber das ist jetzt Vergangenheit, denn die neue Saison läuft schon wieder und da beginnt alles wieder bei Null. Mir ist wichtig nicht zu viel zurückzuschauen.

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Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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