Schwinger der Woche: Interview Wicki

Joel Wicki wurde zum Schwinger der Woche ernannt.
Joel Wicki (links, gegen Roger Rychen) ist derzeit in toller Form und bewies dies eindrücklich mit dem Sieg am Rigi-Schwinget. (Foto: Tobias Meyer)

Joel Wicki, was dachten Sie auf der Rigi vor dem Schlussgang, als es schon wieder gegen Armon Orlik ging?
Joel Wicki: Wichtig war mir, dass ich mich gut einstellen konnte. Aber grundsätzlich kommt es nicht darauf an, gegen wen man schwingt, denn es ist ja kein Wunschkonzert.

Hat der gewonnene Auftakt im 1. Gang geholfen sich auf den Schlussgang einzustellen?
Joel Wicki: Der Sieg im ersten Gang war vielleicht hilfreich für mein Selbstvertrauen. Er zeigte, was für mich möglich ist. Im Schlussgang selber gab es für mich aber nur eines: Angriff, das ist ja schliesslich auch die beste Verteidigung. Ein Gestellter war zu Beginn des Ganges nicht im Kopf. Und natürlich bin ich mir bewusst, dass ich im Schlussgang auch Wettkampfglück hatte, denn Armon Orlik hat sehr stark geschwungen.

Im Moment läuft es sehr gut. Wie erklären Sie sich das?
Joel Wicki: Wegweisend war die saubere Vorbereitung im Winter in Magglingen. Ich konnte viele Sachen optimieren, sei es im Kraftbereich, in der Ernährung oder auch in der Erholung.

Wie wichtig ist Ihnen die Unterstützung von Daniel Hüsler?
Joel Wicki: Gerade in den Bereichen, in denen ich mich im Winter verbessern konnte, hat er mir geholfen. Wir sind nicht nur Kollegen auf dem Schwingplatz, sondern pflegen auch nebenbei ein gutes Verhältnis. Das hilft sehr und dadurch ist auch eine gute Vertrauensbasis vorhanden.

Viele starke Gegner hatten Sie schon in diesem Jahr. Auf wen würden Sie gerne noch treffen?
Joel Wicki: Das ist schwierig zu beantworten. Wie eingangs gesagt, muss ich mich mit diesen Gegnern messen, die mit mir eingeteilt werden. Und jeder Gegner muss auch zuerst bezwungen sein. Es ist richtig, dass viele starke Gegner mir in diesem Jahr schon gegenüberstanden. Samuel Giger fehlt da noch, vielleicht dann auf der Schwägalp.

Sind die Verletzungen noch in ihrem Hinterkopf?
Joel Wicki: Die kann ich ziemlich gut ausblenden. Aber natürlich muss man aufpassen, dass man nicht zu viel macht. Die Gefahr, den Körper zu extrem zu belasten, ist immer da.  

Nach diesen Leistungen sind Sie ein Königsanwärter. Wie sehr ist Zug 2019 schon in Ihrem Kopf?
Joel Wicki: Zuerst möchte ich diese Saison sauber beenden und natürlich unfallfrei bleiben. Danach folgt im Winter eine Analyse und natürlich wird dadurch das ESAF 2019 immer mehr zum Thema.

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