Schwinger der Woche: Inti Imfeld

Nach 79 Kränzen ist Schluss. Der Obwaldner Sennenschwinger Peter Imfeld beendete am vergangenen Sonntag auf dem Allweg mit Rang sechs seine Laufbahn. Sein Wissen möchte er dem Nachwuchs weitergeben.
Peter Imfeld trat am vergangenen Sonntag auf dem Allweg zurück. (Bild: Jakob Heer)

Peter Imfeld, auf dem Allweg ging eine Ära zu Ende. Wie haben Sie den letzten Tag mitbekommen?
Peter Imfeld: Mein letztes Schwingfest war sehr emotional. Als ich zum letzten Gang aufgerufen wurde und die anschliessende Verabschiedung auf dem Platz, das war ein überwältigender Moment.

Ihnen gelang es, Ihre Laufbahn mit einem Sieg zu beenden.
Imfeld: Ich freute mich auf das Duell mit Carlo Gwerder und dass ich gegen ihn meinen letzten Gang bestreiten durfte. Wir schwangen schon mehrmals gegeneinander und es waren stets spannende Gänge.

Ihre Laufbahn beinhaltet einige grosse Erfolge. Welches waren die Schönsten?
Imfeld: Sicherlich die sechs Kranzfestsiege, die mir glückten und der Kranzgewinn am Eidgenössischen Schwingfest 2007 in Aarau. Auch an den Bergkranzfesten gelangen mir viele schöne Erfolge. Ein Fest überstrahlt aber alles.

Und das wäre?
Imfeld: Mein Gastauftritt am Nordostschweizer Schwingfest 2012 in Silvaplana. Ich erinnere mich noch ganz genau an dieses Fest. Am Samstag hatten wir noch einen Schwingkurs mit Toni Steiner, ehe wir den langen Weg ins Engadin in Angriff nahmen. Dort duellierte ich mich mit fünf Eidgenossen, vier konnte ich bezwingen. Mit fünf gewonnenen Gängen wurde ich Zweiter. Das war ein Hammerfest damals im Engadin.

Zum Abschluss heuer am letzten Eidgenössischen in Estavayer lief es nicht wunschgemäss?
Imfeld: Meine Leistung in Estavayer war durchzogen. An den Eidgenössischen gelang mir nicht immer alles optimal. 2007, wo ich zum Eidgenossen aufstieg, feierte ich meinen grössten Erfolg.

Bleiben Sie dem Schwingen erhalten?
Imfeld: Ja ich bleibe meinem Schwingklub als Technischer Leiter erhalten. Meine Erfahrungen möchte ich dem Nachwuchs weitergeben. Unsere jungen Schwinger im Klub und meine Familie stehen nun vermehrt im Zentrum.

Wer war ihre wichtigste Bezugsperson in all den Jahren?
Imfeld: Meine Familie und mein Bruder Christian, der früher selber auch schwang, haben viel für mich gemacht. Auch meinem Schwingklub, der Sektion Lungern, möchte ich danken. In Lungern und Giswil konnte ich stets von hervorragenden Trainings profitieren. 

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Jakob Heer

Redaktion

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