Schwinger der Woche: Inti Schurtenberger

Die 83. Austragung des Allweg-Schwingets ob Stans endete nach vielen Jahren wieder einmal mit einem Luzerner Sieg. Der Rottaler Sven Schurtenberger gewann alle sechs Gänge und wurde vom SCHLUSSGANG zum Schwinger der Woche ernannt.
Sven Schurtenberger sorgte für den ersten Luzerner Sieg auf dem Allweg seit 1991. (Bild: Jakob Heer)

Sven Schurtenberger, rechneten Sie am Morgen, dass Sie hier Siegerrind „Bianca“ abholen werden?
Sven Schurtenberger: Nein, das Fest war mit fünf Eidgenossen ausgeglichen besetzt. Die Ausgangslage völlig offen.

Wie bezeichnen Sie den Festverlauf?
Schurtenberger: Mit dem Starterfolg über Andreas Ulrich in einem Eidgenossen-Duell glückte mir ein optimaler Start. Wegweisend war dann der Sieg im dritten Gang gegen Mike Müllestein. Dieser Sieg war wohl der Schlüssel zum Erfolg.

Nach fünf Siegen wussten sie, dass Sie im Schlussgang, wo Sie zum zweiten Mal auf Mike Müllestein trafen,  nicht mehr die Offensive suchen mussten.
Schurtenberger: Ich wollte auf keinen Fall in einen Hammer laufen, war mir aber bewusst, dass Mike Müllestein voll angreifen wird. Beim ersten Angriff des Schwyzers hatte ich reichlich Glück und konnte mich über die Brücke retten. Genau gleich wie am Frühjahrsschwinget in Ibach, wo ich zu Beginn auch eine schwierige Situation zu meistern hatte, ehe ich Mike bezwingen konnte.

Waren die beiden Duelle gegen Mike Müllestein die strengsten Gänge des Tages?
Schurtenberger: Das ist so. Wir zwei kennen uns sehr gut und treffen seit wir bei den Aktiven sind häufig aufeinander. In diese Saison war es schon das fünfte Aufeinandertreffen. Heute war das Glück auf meiner Seite.

Was für eine Bedeutung hat ein Sieg auf dem Allweg?
Schurtenberger: Der Allweg ist ein Wettkampf mit grosser Tradition. Mein letzter Start hier liegt schon einige Zeit zurück, darum freut es mich, dass ich nun auch der illustren Siegerliste angehöre.

War dies Ihr letztes Schwingfest in diesem Jahr?
Schurtenberger: Nun werde ich mir etwas Erholung gönnen. Einen Start in Schachen (23. September) schliesse ich jedoch nicht aus.

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Jakob Heer

Redaktion

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