Schwinger der Woche: Inti Werner Suppiger

Nach zwei Jahren kehrte Werner Suppiger zurück auf die Ringermatte. Seine Abwesenheit hatte einen Grund, wollte er sich doch auf den Schwingsport konzentrieren. Mit dem Ergebnis ist er nicht zufrieden.
Werner Suppiger (hinten, gegen Markus Zurfluh) am Luzerner Kantonalschwingfest in Escholzmatt. (Foto: Tobias Meyer)

Werner Suppiger, nach zwei Jahren kehrten Sie am vergangenen Wochenende auf die Ringermatte zurück. Wieso die Abwesenheit?
Werner Suppiger: Im vergangenen Jahr habe ich im Aufbau für die Schwingersaison neue Wege gesucht. Ich wollte mich spezifisch auf die Aufgaben im Sägemehl vorbereiten. Deshalb habe ich mein Training auf Kraft und Kondition fokussiert und auf das Ringertraining verzichtet.

Nun sind Sie zur Freude der Hergiswiler Ringer zurück. Wird es weitere Einsätze geben, möglicherweise gemiensam mit ihren beiden Brüdern?
Suppiger: Ich bin aktuell wieder im Training und stehe für weitere Einsätze bereit. Dass neben mir auch meine Brüder Thomas und Martin im Einsatz stehen würden, ist natürlich möglich. Am Ende entscheidet aber unser Coach über die Einteilung der Einsätze in der Ringer Mannschaftsmeisterschaft.

Schauen wir auf Ihre Schwingersaison 2016. Wie bilanzieren Sie diese, auch nach Ihrer speziellen Vorbereitung?
Suppiger: Ich bin über das ganze gesehen nicht wirklich zufrieden. Schon beim Saisonstart im Frühling "knorzte" es ein wenig. Insgesamt war die Saison ernüchternd, denn auch der Start in die Kranzfestsaison verlief nicht nach Wunsch. Ich verpasste die Kränze am Bern-Jurassischen und am Südwestschweizer jeweils knapp. Da ich aber immerhin den Luzerner Kranz und den Innerschweizer Kranz sichern konnte, sah ich mich auf gutem Wege in Richtung Saisonhöhepunkt.

In Estavayer verpassten Sie den Kranz am Ende im 8. Gang. Wie haben Sie das Eidgenössische Schwingfest erlebt?
Suppiger: Der Start in Estavayer ist mir gut gelungen. Nach dem Ende des ersten Tages lag ich in einer guten Position und konnte im Sägemehl umsetzen, was ich mir vornahm. Doch am zweiten Tag war irgendwie der Knopf drin. Am Ende verlor ich im Duell gegen Marcel Kuster um den Kranz. Gegen ihn hatte ich aber auch zuvor mit zwei Niederlagen keine gute Bilanz.

Wie sehen Sie Ihre weitere Schwingerlaufbahn?
Suppiger: Ich komme langsam in ein Alter, in dem ich nicht mehr längerfristig plane. Zudem gewinnt die Familie immer mehr an Bedeutung und Priorität, zumal ich zu Beginn des Jahres 2017 Vater werde. Ich werde mich sicherlich auf die Schwingfestsaison vorbereiten und dann von Jahr zu Jahr weiterschauen, wie es sportlich weitergeht.

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Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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