Schwinger der Woche: Stefan Burkhalter

Der 39-jährige Thurgauer Oldie Stefan Burkhalter hat sich nach einer schweren Knieverletzung, die er sich im Juni am Schwarzsee-Schwinget zuzog, in der zweiten Saisonhälfte eindrücklich zurückgemeldet. Zuletzt stand er zweimal an einem Regionalfest im Schlussgang, auf der Lueg wurde er vor Wochenfrist gar Festsieger.
Ein Phänomen: Stefan Burkhalter (oben) will auch in der Saison 2014 nochmals angreifen.

Stefan Burkhalter, zwei Schlussgangteilnahmen in Serie, daran glaubten selbst Sie nicht mehr, nach ihrem Unfall am Schwarzsee-Schwinget?
Stefan Burkhalter: Ich hoffe auf eine dritte Schlussgangteilnahme in Serie, starte ich doch noch am Herbstschwingertag in  Siebnen, am 22. September, (lacht). Nein ehrlich, die Diagnose nach dem Schwarzsee-Schwinget war niederschmetternd. Nach zwei Tagen der Enttäuschung sagte ich mir aber, dies kann es nicht gewesen sein, so kannst du nicht abtreten. Dass es nun wieder so gut läuft ist sehr erfreulich, fast schon ein Wunder. 

Was genau war am Schwarzsee-Schwinget passiert?
Burkhalter: Ich verletzte mich im ersten Gang gegen Willy Graber am Knie. Das hintere und das vordere Kreuzband waren gerissen, ebenfalls war das Aussenband beschädigt. 

Trotzdem sprachen Sie stehts davon, beim Saisonhöhepunkt in Burgdorf dabei zu sein?
Burkhalter: Ich verzichtete in Absprache mit meinen Artz, bewusst auf eine Operation. Die ersten Tage hatte ich ein stricktes Schwingtrainings-Verbot. Doch mit Krafttraining begannn ich mein Knie zu stabilisieren.

Und Sie hielten Wort, auf der Schwägalp standen Sie wieder im Ring, mit einem beachtlichen Comeback?
Burkhalter: Die Verletzung geisterte sichererlich im Hinterkopf noch herum. Doch aufgrund der Ereignisse darf ich mit meinem Auftritt auf der Schwägalp zufrieden sein, wenn es auch knapp nicht zum Kranzgewinn reichte. 

In Burgdorf reichte es wieder knapp nicht zum Kranzgewinn?
Burkhalter: Am Eidgenössischen passten mir die Gegner nicht in die Finger. Sicherlich erhoffte ich mir mehr, doch wer nach einem solchen Anlass sein Ziel verpasst, muss den Kopf hochhalten und weiterkämpften. Aus Niederlagen lernt man. 

An den beiden Herbstanlässen, auf dem Allweg und auf der Lueg zeigten Sie dann Ihr wahres Können?
Burkhalter: Mir kam entgegen, dass die Gegner offensiver eingestellt waren, als in Burgdorf. 

Beim Thema Rücktritte ist es in Ihrem Nordostschweizerischen Teilverband erstaunlich ruhig?
Burkhalter: Da 2014 der Kilchberg-Schwinget ansteht und der im Kanton Zürich, in unserem Teilverband über die Bühne geht, wird dies den einen oder anderen Routinier anstacheln, noch eine Saison anzuhängen. Ich mache die Kilchberger-Saison 2014 jedenfalls noch mit.

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