Schwinger des Monats: Inti Giger

Insgesamt vier Schwinger standen zur Wahl zum Schwinger des Monats August. Samuel Giger erhielt knapp am meisten Stimmen und verwies Schwingerkönig Matthias Glarner auf Rang zwei. Im Interview blickt Giger nochmals auf seine Premiere in Estavayer zurück.
Samuel Giger (oben) gelangen am zweiten Tag des Eidgenössischen vier Siege. Erster Gegner war am Sonntagmorgen Alex Schuler. (Bild: Werner Schaerer)

Samuel Giger, nach Ihrem verletzungsbedingten Ausfall am Nordostschweizer Schwingfest gelang Ihnen auf der Schwägalp eine wunderbare Rückkehr.
Samuel Giger: Mit dem Sieg auf der Schwägalp rechnet ich nach meiner Fussverletzung in keinster Art. Ich wollte einfach beschwerdefrei einen Wettkampf bestreiten.

Machte Sie dieser Erfolg im Hinblick auf das Eidgenössische nervös?
Giger: Nein. Ich dachte die Nervosität am Eidgenössischen sei grösser. Vielmehr war es eine gesunde Anspannung mit der ich den Saisonhöhepunkt anging.

Trotzdem, auf den jungen NOS-Athleten wie Armon Orlik und Ihnen lastete ein grosser Druck. Sie galten quasi als erste Herausforderer der übermächtigen Berner.
Giger: Ich lies mich nicht unter Druck setzen. Mein Ziel war immer der Kranz. Nachdem ich bereits nach sechs Gängen kranzsicher war, konnte ich den Sonntagnachmittag entspannter angehen.

Bekamen Sie die Begeisterung der jubelnden Zuschauer mit?
Giger: Dass sich das Publikum an uns erfreute, spürte ich. Für mich war es das erste Eidgenössische und ich muss gestehen - die Stimmung war gewaltig.

Am Sonntag erwischen Sie einen Glanztag. Sie gewannen alle vier Duelle.
Giger: Wegweisend war, dass ich mit einem Sieg starten konnte. Alex Schuler war am Sonntagmorgen keine einfache Aufgabe. Dass ich am Ende mit sieben gewonnenen Gängen den Ehrenplatz belegte übertraf alle meine Erwartungen.

Was bleibt Ihnen von Estavayer?
Giger: Ich konnte wertvolle Erfahrungen sammeln. Ich sah die Abläufe und  was für Dimensionen ein Eidgenössisches hat. Auch die Kranzgewinne meiner Thurgauer Trainingskameraden Domenic Schneider und Tobias Krähenbühl waren ein grosser Aufsteller für mich.

Im Artikel erwähnt: 

Jakob Heer

Redaktion

Kommentare