Schwinger des Monats: Inti Thomas Sempach

Zum Schwinger des Monats Juli wählten die Schlussgang-User Thomas Sempach. Dies deutlich mit 42 Prozent der Stimmen. Ausschlaggebend für den Coucousin von Schwingerkönig Matthias Sempach war sein Sieg am prestigträchtigen Brünig-Schwinget.
Mit dem Sieg auf dem Brünig krönte Thomas Sempach seine starken Leistungen im Juli. (Blid: Rolf Eicher)

Thomas Sempach, wo stufen Sie den Sieg am Brünig-Schwinget ein?
Thomas Sempach: Von einem Sieg auf dem Brünig träumt jeder Berner im Jungschwingeralter, darum ist für mich ein Bubentraum in Erfüllung gegangen. Der Sieg kommt auf eine Stufe mit meinem Sieg 2008 auf der Schwägalp und meinen zwei Eidgenössischen Kränzen.

Spürten Sie am Morgen, dass das ihr Tag werden könnte?
Sempach: Nein, ich bin das Fest wie jedes andere angegangen. Am Vortag hatte ich auf dem Hof noch viel zu tun und fand dabei die richtige Ablenkung. Auf dem Brünig war auch das nötige Glück auf meiner Seite und es ist alles aufgegangen.

Wie feierten Sie Ihren prestigeträchtigen Erfolg?
Sempach: Bis 21 Uhr feierten wir auf dem Brünig. Um 22 Uhr traf ich in meiner Heimatgemeinde Heimenschwand ein, wo ich durch die Musik, den Treichlerklub und meine Fans herzlich empfangen wurde.

Ihre Leistung im Juli waren auch nebst dem Brünig-Sieg beachtlich: Kranz am ISAF und zweimal Rang drei auf der Rigi und am Berner.
Sempach: In Anbetracht, dass ich wegen einen operativen Eingriffes am rechten Knie einen Grossteil des Wintertrainings auslassen musste, erst am 21. April mein erstes Schwingtraining bestritt und am 1. Mai in Oron-la-Ville den ersten Wettkampf hatte, bin ich mit dem Erreichten mehr als zufrieden. Dass ich drei Monate später solche resultate realisieren, davon konnte ich wirklich nicht ausgehen. Die guten Leistungen in den letzten Wochen sind für mich auch kein Druck im Hinblick aufs Eidgenössische, im Gegenteil, ich kann jetzt bereits auf eine sehr gute Saison zurückblicken und Estavayer unbelastet angehen.

Wie bereiten Sie sich auf den Saisonhöhepunkt, das Eidgenössische, vor?
Sempach: Gut trainieren und dabei die Erholung nicht vernachlässigen. Am kommenden Wochenende (13./14. August) absolvierten sämtliche für Estavayer selektionierten Berner Schwinger noch ein Trainingswochenende im Hasliberg im Berner Oberland.

Mit welchen Zielen reisen Sie nach Estavayer?
Sempach: Das Ziel ist der Kranzgewinn. Diesen verpasste ich 2013 beim Heim-Eidgenössischen in Burgdorf wegen einer Schulterverletzung, die ich mir am Samstag zuzog. Ich schwang zwar den Wettkampf zu Ende, stellte aber am Sonntag alle vier Gänge. Diesen in Burgdorf verpassten Kranz möchte ich in Estavayer nachholen. Doch es muss immer alles zwei Tage zusammenpassen.

Ist Estavayer2016 zugleich ihr Saisonabschluss?
Sempach: Nein. Am 4. September am Kemmeriboden-Schwinget in Schangnau tritt mein Gauverbandskamerad Thomas Zaugg vom Schwingsport zurück. Dort will ich unbedingt dabei sein.

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Jakob Heer

Redaktion

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