Arnold Forrer (Teil 3): Zweimal gegen Mario Schneider

In der Schwingerwoche werden Woche für Woche von Mitte Oktober bis Mitte März jeweils täglich Meldungen vom betreffenden Schwinger aufgeschaltet. Derzeit an der Reihe ist Arnold Forrer. Heute: Teil 3.

Im Mai dieses Jahres gewann Arnold Forrer innert Wochenfrist zwei Mal ein Kranzfest. Zuerst das Thurgauer und anschliessend das Zürcher Kantonalfest. Wir blicken zurück auf Auszüge der Berichte von den beiden Kranzfesten in der Schwingerzeitung SCHLUSSGANG

Thurgauer: Forrer fand Spritzigkeit rechtzeitig
Der Auftakt zum ersten Kranzfest in der Nordostschweiz war vielversprechend. Im Anschwingen gingen die Favoriten in den Direktduellen offensiv zu Werke. Unter anderem vervollständigte Arnold Forrer nach einem Gammenangriff souverän am Boden gegen Michael Blesss. Weil sich bis zum Ende des dritten Ganges nur die drei Toggenburger Eidgenossen Arnold Forrer, Daniel Bösch und Jakob Roth schadlos hielten, war die Einteilung gezwungen, bereits nach dem Mittagessen bei strömendem Regen das Gigantenduell zwischen Forrer und Bösch anzusetzen. Nachdem sich die beiden lange Zeit gegenseitig neutralisierten, kam Forrer beim ersten ernsthaften Angriff zu Boden. Dort griff er im Buur konsequent an und überraschte Bösch am Platzrand.

Nach vier Gängen deutete somit alles auf ein Wattwiler Klubduell im Schlussgang hin. Forrer erledigte seine Aufgabe gegen Ernst Bühler mit einem herrlichen Übersprung souverän. Von Gestellten an der Ranglistenspitze profitierten die Thurgauer, in Person von Mario Schneider. Er qualifizierte sich für den Schlussgang gegen Forrer. In diesem fackelte Forrer nicht lange und griff sofort an. Ein Übersprung führte schliesslich zur Entscheidung gegen den chancenlosen Schneider. "Der Sieg gegen Michael Bless hat mir Selbstvertrauen gegeben. An den Festen im Vorfeld fehlte die Spritzigkeit, diese habe ich heute gefunden", gab der nunmehr dreifache Thurgauer Kantonalfestsieger zu Protokoll. Für Forrer war es der 36. Kranzfestsieg seiner Laufbahn: "Kranzfeste sind immer speziell, darum lässt sich jeder Sieg immer wieder geniessen."

Zürcher: Arnold Forrer doppelte nach
Mit Spannung wurde das Anschwingen zwischen Arnold Forrer und dem Berner Gast Christian Stucki erwartet. Dieses hielt jedoch nicht, was es versprach: Mit einem Gestellten wurde abgebrochen. In der Folge bezwang der König von Nyon 2001 die drei Thurgauer Domenic Schneider, Roland Krähenbühl und Hannes Bühler sowie den Berner Adrian Meuter, und setzte sich so nach fünf Gängen an die Ranglistenspitze.

Punktgleich mit Forrer (48,25) schloss Mario Schneider an die Spitze auf. Nach einem Remis gegen Ruedi Eugster gewann er die nächsten vier Duelle, im fünften, um den Schlussgang gehenden, gegen den einheimischen Urs Gehring. Wer im Schlussgang eine schnelle Entscheidung erwartete, sah sich getäuscht. Das Thurgauer Talent griff in einem packenden Endkampf immer wieder mit Kurz an. Nach knapp sieben Minuten musste er sich jedoch einem Gammen links mit rechts Ableeren des Toggenburger Ausnahmekönners beugen. Forrer gewann den Zürcher Verbandsanlass bereits zum fünften Male nach 2003, 2005, 2007 sowie 2008.

Die Serie Schwingerwoche mit Arnold Forrer wird am Donnerstag, 22. November, mit Teil 4 fortgesetzt.

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