Ausschwingen

Begriff für die Gänge drei und vier an einem Schwingfest. Das Anschwingen ist das erste Drittel eines Schwingfestes, die Gänge drei und vier heissen Ausschwingen, fünf und sechs Ausstich. Das einzige Schwingfest mit acht Gängen ist das alle drei Jahre stattfindende Eidgenössische Schwingfest. Dieser Wettkampf ist aber auf zwei Tage verteilt. Die Gänge sieben und acht heissen am ESAF Kranz-Ausstich.

Das Ausschwingen hat noch eine zweite Bedeutung. Zu sehen war dies am Eidgenössischen Schwingfest 2013 in Burgdorf, als Christian Stucki durch das Ausschwingen punktemässig zu Matthias Sempach hätte aufschliessen können. Wenn ein Schwinger nach fünf Gängen (am ESAF sieben) 1.50 Punkte in Führung liegt, bestreitet der Rest des Feldes den sechsten Gang (am ESAF den achten). Der punkthöchste dieser Schwinger qualifiziert sich danach für den Schlussgang und bestreitet diesen als Zusatzgang. Mit einem Sieg im Zusatzgang sichert sich der Schwinger zusätzlich einen Viertelpunkt.

Nicht in jedem Fall sorgt das Ausschwingen aber dafür, dass der Führende noch eingeholt werden kann. Ist ein Schwinger, wie zum Beispiel Kilian Wenger am ESAF 2010 in Frauenfeld, 1.75 Punkte oder mehr in Führung, kann er nicht mehr aufgeholt werden, auch nicht durch ein allfälliges Ausschwingen.