Schwünge

Um den Gegner zu bezwingen, gibt es verschiedene Griffe oder Schwünge. Insgesamt gibt es über 300 verschiedene Varianten oder Kombinationen. Die wichtigsten und am Meisten angewendeten sechs Schwünge/Griffe heissen Kurz, Gammen, Übersprung, Kreuzgriff, Hüfter und Wyberhaken.

Kurz
Der Gegner wird aus dem Stand mit einer rechts- oder linksdrehung auf den Rücken gelegt. Der Kurz ist der häufigste Griff auf dem Schwingplatz. Bekannte Kurz-Züger in der Schwingerszene sind Martin Koch, Adi und Philipp Laimbacher, Kilian Wenger, Matthias Glarner oder Christian Stucki.

Gammen
Der Gegner wird mit dem linken oder rechten Bein parallel am Fuss angegriffen und auf den Rücken gestossen. Bekanntester Gammen-Spezialist ist Schwingerkönig Arnold Forrer.

Übersprung
Beim Übersprung wird im Gegensatz zum Gammen nicht das parallel liegende Bein sondern das gegenüberliegende angegriffen. Martin Grab, Matthias Sempach oder Matthias Siegenthaler beherrschen diesen Schwung besonders gut.

Kreuzgriff
Der Kreuzgriff ist vor allem ein Schwung für kräftige Athleten. Die Schwingerhosen werden hinten mit beiden Händen gefasst und danach versucht man den Gegner ins hohle Kreuz zu bringen, um ihn zu bezwingen. Christian Stucki ist ein besonderer Fachmann für diesen Schwung, aber auch Unspunnen-Sieger Daniel Bösch wendet den Schwung öfters an. Oft wird der Kreuzgriff gegen Ende des Ganges angewendet.

Hüfter
Der Hüfter ist einer der spektakulärsten Schwünge. Mit einer Körperdrehung wird der Gegner über das eigene Gesäss auf den Rücken gedreht. Andreas Ulrich, Armon Orlik und Kilian Wenger beherrschen diesen Schwung besonders gut.

Wyberhaken
Nicht nur wegen dem Namen einer der spektakulärsten Schwünge. Mit den eigenen Knie wird das gegnerische Knie fixiert. Mit einem Haken wird der Gegner schliesslich ins Sägemehl befördert. Die Gebrüder Mario und Guido Thürig sowie Martin Grab sind besondere Fachmänner was diesen Schwung betrifft.