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Berner überlegen - Innerschweizer im Soll

Trotz der Abwesenheit von Schwingerkönig Kilian Wenger haben die Berner Schwinger den Saisonhöhepunkt dominiert. Matthias Sempach gelang etwas, was zuvor nur Ernst Schläpfer schaffte.
Matthias Sempach (oben) bezwang im Schlussgang Philipp Laimbacher nach wenigen Sekunden. (Foto: Rolf Eicher)

Mit Matthias Sempach hat der grosse Favorit den Kilchberger Schwinget gewonnen. Gemeinsam mit Daniel Bösch war Sempach der einzige Athlet, der in der Saison 2104 fünf Kranzfestsiege erreichte. Im Gegensatz zu Bösch hatte Sempach einen sehr starken Verband im Rücken. Die Berner dominierten den 16. Kilchberger Schwinget noch mehr als allgemein erwartet, obwohl Titelverteidiger Christian Stucki bereits am Mittag enttrohnt war. In Verlegenheit konnten sie nur die Innerschweizer bringen. Die anderen drei Teilverbände hatten mit dem Festausgang nichts zu tun.

Matthias Sempachs Aufholjagd
Zur Halbzeit war es ein Trio bestehend aus den beiden Bernern Willy Graber und Matthias Siegenthalers sowie des Schwzers Christian Schuler, die mit drei Siegen die Rangliste anführten. Da Graber im vierten Gang gegen Benji von Ah verlor und Matthias Siegenthaler in einem umstrittenen Kampf Christian Schuler sich geschlagen geben musste führte nach vier Gängen auf einmal der Schwyzer Christian Schuler. Im fünften Gang aber musste sich Schuler Matthias Sempach beugen. Sempach gewann nach einem resultatlosen Beginn sämtliche Duelle und setzte sich nach fünf Gängen alleine an die Spitze.

Trio gleichauf
Aus dem puntgleich an zweiter Stelle klassierten Trio Philipp Laimbacher, Christian Schuler und Thomas Sempach erhielt der Schwyzer Routinier den Zuschlag für den Schlussgang. Dieser war sehr schnell entschieden: Mit seinem "Sempach-Spezial" setzte sich der Schwingerkönig im ersten Zug durch. Der Schwingerkönig siegte vor seinem Gauverbandskameraden Bernhard Kämpf. Die Überlegenheit der "Mutzen" war derart Gross, dass es bereits im dritten Gang zum ersten Direktduell zwischen Willy Graber und Remo Käser kam.

Innerschweizer die einzigen Herausforderer
Während die Berner das Fest trotz der Abwesenheit von Kilian Wenger domierten überzeugten von den übrigen Teilverbänden bloss die Innerschweizer. Allen voran das Quartett Philipp und Adi Laimbacher, Christian Schuler sowie Benji von Ah, der sechs Berner Eidgenossen gegenüberstand. Die hochgelobten Nordwest- sowie die Nordostschweizer enttäuschten. Bei den Nordwestschweizern kamen Bruno Gisler und Christoph Bieri nicht auf Touren. Dazu musste Schwägalpsieger Mario Thürig den Wettkampf mit einer Knieverletzung aufgeben.

Daniel Böschs Aufholjagd
Die Nordostschweizer erwischten einen rabenschwarze Vormittag mit einer sportlichen Niederlage und den verletzungsbedingten Ausfällen von Arnold Forrer und Samuel Giger. Daniel Bösch mit drei Siegen am Nachmittag und Marcel Kuster als bestplatzierter Nichteidgenosse im Rang vier retteten die Ehre der Gastgeber. Nichts zu bestellen hatten die vier Südwestschweizer Schwinger, die keinen Schwinger in den Ausstich brachten. 

 

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