Boltigen: Matthias Aeschbacher überrascht

Nicht einer der 12 angetretenen Eidgenossen sondern der Emmentaler Aussenseiter Matthias Aeschbacher hat den Berner Kranzfestauftakt, das topbesetzte Oberländische Schwingfest in Boltigen, gewonnen. Im Schlussgang besiegte der den favorisierten Lokalmatador Simon Anderegg.
Packender Schlussgang zwischen Simon Anderegg (hinten) und Matthias Aeschbacher mit dem besseren Ende für den Emmentaler. (Bild: Rolf Eicher)

Matthias Aeschbacher hatte er vor 14 Tagen am Oberbühl-Schwinget in Huttwil sein erstes regionales Schwingfest gewonnen. Aeschbacher war der einzige Athlet unter den 220 Teilnehmern, der fünf Duelle gewinnen konnte. Lediglich Kilian Wenger musste er sich im vierten Gang beugen. Vorjahressieger Anderegg fiel durch den verlorenen Schlussgang auf Rang vier zurück. Nach einem gestellten Anschwingen mit Christian Stucki blieb er viermal siegreich. Während des Schlussgang zog sich Anderegg zudem eine schmerzhafte Rippenprellung zu.

Das Fest der Gestellten Gänge
Das Fest in Boltigen war geprägt von vielen gestellten Gängen. Auf den Ehrenplatz kamen gemeinsam die beiden Oberländer Kilian Wenger und Matthias Glarner. Wenger vergab die Schlussgangteilnahme nach einen Startunentschieden mit Matthias Sempach im fünften Gang wo er gegen Thomas Sempach ein zweites Mal nicht gewinnen konnte. Glarner startete von allen Favoriten am Erfolgreichsten, ehe er in den Gängen drei und vier, gegen Remo Käser und Thomas Zaugg zweimal stellte. Christian Stucki folgt auf Rang drei. Nebst dem Startunentschieden mit Anderegg musste der Seeländer im vierten Gang Bernhard Kämpf ein weiteres Unentschieden zugestehen.

Matthias Sempach auf Rang sechs
Gar nicht nach Wunsch lief es Schwingerkönig Matthias Sempach. Nach dem gestellten, sportlich hochstehenden Startunentschieden im Königsduell mit Kilian Wenger musste er gegen Hanspeter Luginbühl und Philipp Reusser zwei weitere Punkteteilungen akzeptieren. Mit 56,75 Punkten musste Sempach für einmal mit Rang fünf Vorlieb nehmen. Insgesamt wurden 31 Kränze abgegeben. Jan Blaser, Jürg Zehnder, Fritz Ramseier und Michael Leuenberger gewannen ihr erstes Eichenlaub.

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