Brünig: Pirmin Reichmuth überlegen

Pirmin Reichmuth hat erstmals den Brünig-Schwinget gewonnen. Dies bei seiner ersten Teilnahme. Nach 50 Punkten in den vorangegangenen fünf Gängen genügte ihm im Schlussgang gegen seinen Innerschweizer Weggefährten Joel Wicki ein Gestellter zum alleinigen Sieg.
Der überlegene Sieger Pirmin Reichmuth. (Bild: Barbara Loosli)

Vierter Kranzfestsieg für Pirmin Reichmuth in dieser Saison und in seiner Laufbahn. Nach dem Zuger, Urner und Luzerner Kantonalen gewann der 24-jährige Chamer auch den Bergklassiker auf dem Brünig. Reichmuth war dermassen überlegen, dass ihm im Schlussgang ein Gestellter zum alleinigen Festsieg genügte. Der Zuger holte aus den ersten fünf Gängen lauter Maximalnoten. Reichmuth ist der erste Zuger Sieger auf dem Brünig seit Rolf Zimmermann 1999.

Wicki wieder im Schlussgang
Wie schon 2018 (gegen Kilian Wenger) stand Joel Wicki wieder im Schlussgang. Auch er gewann zuvor alle fünf Duelle, hatte aber einen halben Punkt Rückstand auf Reichmuth. Wie schon im vergangenen Jahr verpasste der Sörenberger den ersten Brünig-Triumph. Platz zwei war dem Entlebucher trotzdem sicher. Sowohl Reichmuth ( Kilian Wenger) als auch Wicki (Matthias Glarner) bezwangen während dem Tag einen Schwingerkönig. Die Innerschweizer stellten nicht nur beide Schlussgangteilnehmer, sie waren den ganzen Tag drückend überlegen, was sich in zahlreichen Direktduellen wiederspiegelte. Am Ende gewannen die Innerschweizer 11 der 19 abgegeben Kränze. Den Berner bleiben acht Eichenlaube, die Südwestschweizer gingen im Dauerregen leer aus.

Matthias Glarner ohne Kranz
Mit Ausnahme von Florian Gnägi und Matthias Glarner verloren fast alle Berner Spitzenschwinger den ersten Gang. Diesen Rückstand konnten sie in der Folge gegen die entfesselten Innerschweizer nicht mehr wett machen. Dank fünf Siegen in Serie kam der Emmentaler Matthias Aeschbacher als bester Berner noch auf Rang drei. Auch Bernhard Kämpf sicherte sich noch einen Spitzenplatz und auch Kilian Wenger holte Eichenlaub. Hingegen ging der amtierende Schwingerkönig Matthias Glarner genauso leer aus wie Simon Anderegg, Florian Gnägi, Niklaus Zenger, Patrick Schenk und Willy Graber. Allerdings fehlten den Bernern auch einige Titulare wie Christian Stucki oder Remo Käser verletzungsbedingt, oder waren erst gar nicht angemeldet (Thomas Sempach, Fabian Staudenmann, Curdin Orlik). Von den angetretenen 16 Eidgenossen gewannen neun den Kranz. Auch der Innerschweizer Benji von Ah ging trotz gutem Beginn am Abend leer aus.   

Jakob Heer

Redaktion

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