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Daniel Bösch auf dem Gipfel

Im Rahmen der Aktion "Jeder Höhenmeter zählt" vom Rhein-Hospital-Valley hat Daniel Bösch den beschwerlichen Aufstieg auf den Gipfel des Kilimandscharo geschafft. Auf dem Gipfel gratuliert er dem SCHLUSSGANG mit einer Videobotschaft zum neuen Online-Auftritt.

2011 waren es Arnold Forrer und Michael Bless, heuer hat sich Unspunnen-Sieger Daniel Bösch für die Aktion des Rhein-Valley-Hospitals eingesetzt. Der 24-jährige Sennenschwinger nahm in vier Etappen den beschwerlichen Aufstieg auf den Kilimandscharo (5895 Meter über Meer) in Angriff. Trotz teils widrigen Witterungsverhältnissen erreichte der Toggenburger das Ziel auf dem höchsten Punkt des afrikanischen Kontinents. Mehr Informationen zur Aktion "Jeder Höhenmeter zählt" des Rhein-Valley-Hospitals unter www.hochhinaus.ch oder www.rhein-valley-hospital.org! Die Organisatoren freuen sich über jede Spende.

Der Gipfelsturm (aus dem Tagebuch von Daniel Bösch):
"Wir wurden um 23 Uhr geweckt und nahmen einen kleinen Happen zu essen und zu trinken. Die Trinkflaschen wurden noch gefüllt bevor wir dann um 00.30 losgelaufen sind. Es gab über noch weiteren Schnee auf Höhe Kibu-Hütte und der Aufstieg wurde dadurch zusätzlich erschwert. Ich schloss mich der langsameren Gruppe an, welche etwas früher startete. Stephan Holderegger, der Initiator der Kilimandscharo-Expedition und Gründer des Rhein-Valley-Hospitals in Kenia (www.rhein-valley-hospital.org) musste auf einer Höhe von rund 5200 Metern wegen plötzlicher Schwindelanfälle den Gipfelsturm abbrechen. Mir wurde indes das Tempo der Gruppe ein wenig zu langsam. Also sagte ich zu meinem Guide, „Lets go!“ und ich lief mit ihm alleine weiter. Rund drei Stunden Aufstieg später gegen 7.15 Uhr stand ich dann am Gilmans Point, offiziell hatte ich damit den Kilimandscharo bestiegen. Meine Beine waren schon sauer, aber ich wurde vom Kameramann unserer Gruppe ermutigt noch den Gipfel zu stürmen 'Beim Säntis hört man ja auch nicht in der Hälfte auf!', meinte er. Das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen und tatsächlich: Um 9.00 Uhr stand ich auf dem Uhuru Peak 5895 Meter hoch, das Dach von Afrika. Dort habe ich mir auch gleich den ersten Sonnenbrand des Jahres im Gesicht geholt. Die Aussicht vom Kilimandscharo ist atemberaubend, ich hatte das Gefühl ganz Afrika zu sehen. Ausserdem haben mich die Stufengletscher beeindruckt, die überall auf dem Krater und den Flanken verteilt sind. Als ich mich ziemlich erschöpft hinsetzte kamen viele Emotionen in mir hoch. Es war ein sehr berührender Moment für mich. Diese Erfahrung werde ich nie mehr vergessen in meinem Leben. Als wir bei der Kibu-Hütte losgelaufen sind, waren wir 22 verbleibende Abenteurer. Nur 7 von uns erreichten wegen der extremen Bedingungen die Spitze des Berges. Stephan Holderegger, der schon einige Male am Berg war, meinte, dass dies wohl die härteste HOCHHINAUS.CH Expedition war.

Im Artikel erwähnt: 

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