Das Schwingen steht immer im Zentrum

Aus dem aktuellen SCHLUSSGANG (Rubrik Funtionäre): Auf die AV 2016 hat Andreas Betschart das Amt des Technischen Leiters Jungschwingen beim ESV vom Berner Manfred Schneider übernommen. Beim gelernten Zimmermann steht die Nachwuchsförderung sowie die Weiterentwicklung des Schwingens im Zentrum.
Die Funktionärslaufbahn des Zürcher Oberländers Andreas Betschart umfasst bereits 26 Amtsjahre. Derzeit amtet er als Technischer Leiter Nachwuchs auf nationaler Stufe. (Foto: Rolf Eicher)

Die Wurzeln des Zürcher Oberländers führen, der Name besagt es, in den Kanton Schwyz. Andreas Betschart ist aber in Bäretswil aufgewachsen. Sein Vater schwang selber nicht, war aber Fan des Nationalsports. So besuchten sie gemeinsam Schwingfeste, regelmässig etwa den Rigi- oder den Stoos-Bergschwinget. Irgendwann packte es klein Andreas und er besuchte den Schwingkeller des Schwingklubs Zürcher-Oberland, der damals noch in Wald stationiert war. In seinem Jahrgang mangelte es nicht an guten Nachwuchsschwingern. Urs Bürgler, Christian Vogel, Toni Rettich oder Patrick Uhlmann, um nur ein paar Namen zu nennen. Während er den Zürcher Kantonalen Nachwuchsschwingertag mehr als einmal gewann, ging es bei den Aktiven nicht ganz so weit nach oben. Zwei Zürcher Kränze zieren seine Sammlung. Weil er binnen zwei Jahren acht Monate verletzt ausfiel, beendete er seine Laufbahn schon als 25-Jähriger.

Die Wurzeln des Zürcher Oberländers führen, der Name besagt es, in den Kanton Schwyz. Andreas Betschart ist aber in Bäretswil aufgewachsen. Sein Vater schwang selber nicht, war aber Fan des Nationalsports. So besuchten sie gemeinsam Schwingfeste, regelmässig etwa den Rigi- oder den Stoos-Bergschwinget. Irgendwann packte es klein Andreas und er besuchte den Schwingkeller des Schwingklubs Zürcher-Oberland, der damals noch in Wald stationiert war. In seinem Jahrgang mangelte es nicht an guten Nachwuchsschwingern. Urs Bürgler, Christian Vogel, Toni Rettich oder Patrick Uhlmann, um nur ein paar Namen zu nennen. Während er den Zürcher Kantonalen Nachwuchsschwingertag mehr als einmal gewann, ging es bei den Aktiven nicht ganz so weit nach oben. Zwei Zürcher Kränze zieren seine Sammlung. Weil er binnen zwei Jahren acht Monate verletzt ausfiel, beendete er seine Laufbahn schon als 25-Jähriger.

Alles begann auf dem Bachtel
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Sennenschwinger bereits ein Mandat inne. Schon mit 23 Jahren trat er als Bauchef dem OK Bachtel-Schwinget bei. Diesem Anlass stand er später als OK-Präsident vor. Schon kurz nach Beendigung seiner Laufbahn betätigte er sich auch als Kampfrichter. «Als Schwinger ist es Ehrensache, dass man etwas zurückgibt und man sich für ein Amt hergibt», lautet das Credo des Oberländers. Von der Kampfrichterei her bekannt nahm er für seinen Klub auch Einsitz in Einteilungsbüros. Mit der Übernahme des Technischen Leiters Jungschwingen im Kanton Zürich erfolgte ein nächster Schritt. Somit war er von Amtes wegen am Kantonalen Nachwuchsschwingertag wie auch bei den Aktiven fix in der Einteilung. Ebenfalls an allen übrigen schwingerischen Anlässen im gesamten Kanton.

Viel Wissen
Schon früh absolvierte Betschart seinen ersten J+S-Kurs. Dort hat er sämtliche Stufen bis zum Experten durchlaufen. In der Ausbildungskommission J+S, früher Fachkommission J+S, ist er seit 2012 Mitglied. «Wenn ich den Jungschwingern und Leitern etwas mitteilen will, muss ich dazu die nötige Ausbildung haben», lautet Betscharts Motto. Während des Eidgenössischen Nachwuchsschwingertages 2015 in Aarburg wurde «Res» Betschart zum Nachfolger von Manfred Schneider als Technischer Leiter Jungschwingen im ESV bestimmt. Dies obwohl er nie dem NOS in jener Position vorstand. Zur damaligen Zeit bekleidete Markus Thomi jenes Amt.

Nächstfolgender Schritt
Betschart trat schon in jungen Jahren dem OK Bachtel-Schwinget bei, welches nicht gleichbedeutend der Klubvorstand war. Dem Klubvorstand gehörte er nie an. «Dieses Amt wie auch jenes im NOS-Vorstand habe ich übersprungen», vermerkt er schmunzelnd. Seine Wahl in den Zentralvorstand im Bereich Nachwuchs als Technischer Leiter bezeichnet er als den nächstfolgenden Schritt. Als lehrreich, aber auch intensive Zeit bezeichnet er auch die Mitarbeit beim Schwingerlehrbuch, welche rund zwei Jahre in Anspruch nahm. Weitere immense Arbeit gaben das Ethikkonzept sowie das Nachwuchsförderkonzept FTEM Schwingen, welches bei Swiss Olympic zur Genehmigung vorliegt.

Ein Klub der vielen Funktionäre
Betschart erlebte eine Zeit, als der Schwingklub Zürcher Oberland mit Christian sowie Hanspeter Rufer und ihm zu dritt im Zentralvorstand vertreten war. Auch aktuell ist der Zürcher Kantonalverband durch den Winterthurer Rolf Lussi und ihn doppelt vertreten. In seinem Amt, der Name besagt es, will er das Jungschwingen vertreten. Die Weiterentwicklung des Schwingens liegt ihm am Herzen. An den Eidgenössischen Schwing- und Älplerfesten 2016 in Estavayer-le-Lac und 2019 in Zug amtete der Bäretswiler als Sekretär. Ein intensives Amt. Der Sekretär ist die Verbindungsperson zwischen Einteilung, Rechnungsbüro und dem Fernsehen SRF. «Ein interessantes Amt. In der Einteilung bekomme ich sämtliche Diskussionen mit. Der Nachteil: Vom Schwingfest selber sehe ich nur wenig.»

Sein Hobby – die Schafzucht
Durch den kompletten Saisonausfall 2020 hatte Betschart mehr Zeit für seine Frau und seine drei Kinder sowie für seine Hobbys. Dazu gehören die Schafzucht, Freude an alten Landwirtschaftsmaschinen, aber auch sein Feriendomizil ob Amsteg im Kanton Uri. Sowohl seine Arbeit als TK-Chef mit der TK Nachwuchs wie auch jene im Zentralvorstand des Eidgenössischen Schwingerverbandes bereitet ihm viel Freude. «Überall, wo ich mitwirke, sind gute Leute am Wirken. Es wird konstruktiv gearbeitet und das Wichtigste, unser Nationalspiel der Schwingsport, steht im Zentrum», so der 49-Jährige.

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Jakob Heer

Redaktion

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