Drei Sieger auf dem Weissenstein

Ein gestellter Schlussgang zwischen Matthias Sempach und Christoph Bieri brachte auf dem Weissenstein drei Sieger hervor. Kilian Wenger schloss dank seines abschliessenden Sieges im Rang 1c zu den beiden Finalisten auf.
Matthias Sempach, Kilian Wenger und Christoph Bieri (von links) gewinnen gemeinsam den Weissenstein-Schwinget (Foto: Rolf Eicher).

Die beiden Schwingerkönige Matthias Sempach und Kilian Wenger sowie Christoph Bieri haben den Weissenstein-Schwinget 2014 gewonnen. Da Sempach und Bieri im Schlussgang nach zwölf Minuten stellten, rückte Wenger zu den beiden Finalisten auf. Sempach gewann zuvor alle fünf Duelle so auch im Anschwingen gegen Unspunnen-Sieger Daniel Bösch. Da er jedoch nie eine Maximalnote bekam wies Christoph Bieri nach fünf Gängen, mit vier Siegen und einem Unentschieden, im Anschwingen gegen Matthias Glarner, gleich viele Punkte (48,75) wie Sempach auf.

Bruno Gisler klopft an der 100-er Tür
Kilian Wenger bezwang im letzten Gang Tobias Riget und wurde im Rang 1c zum grossen Profiteur. Wenger gewann am Morgen alle drei Duelle und führte zur Halbzeit mit 29,75 Zähler die Rangliste an. Im vierten Gang verlor der Schwingerkönig von 2010 jedoch gegen Christoph Bieri. Matthias Sempach siegte zum dritten Mal nach 2006 und 2012 auf dem Weissenstein. Es war sein sechster Bergkranzfestsieg insgesamt. Christoph Bieri siegte zum zweiten Mal an seinem verbandseigenen Bergfest nach 2010. Kilian Wenger siegte zum ersten Mal auf dem Weissenstein, feierte jedoch bereits seinen zweiten Bergkranzsieg in der laufenden Saison. Im Juni siegte der Niedersimmentaler bekanntlich auf dem Stoos. Hinter dem siegreichen Trio gewann Bruno Gisler seinen 99. Kranz auf dem Ehrenplatz. Der Lokalmatador sicherte sich das Eichenlaub im letzten Gang gegen Pascal Hirt.

Daniel Bösch ohne Kranz
Während die Berner das Fest stets im Griff hatten setzte es für die Nordostschweizer Gäste eine Niederlage ab. Eine herbe Enttäuschung erlebte Daniel Bösch, vierfacher Kranzfestsieger im eigenen Verband. Der Wahl-Thurgauer verpasste am Ende gar den Kranz. Nach der Niederlage gegen Sempach kam er in den Duellen gegen Florian Gnägi und Matthias Siegenthaler zweimal nicht über einen gestellten hinaus. Bösch ist jedoch in guter Gesellschaft. Klangvolle Namen wie Mario Thürig, Urban Götte, Bernhard Kämpf, oder Remo Stalder mussten ebenfalls ohne Eichenlaub die Heimreise antreten. Für den Kranz benötige er für einmal 56,75 Punkte. Die Berner dominierten diese Statistik klar. Total konnten 15 Kränze abgegeben werden. Kranzverteilung: Bern 10, Nordwestschweiz 3, Nordostschweiz 2.

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