Eidgenosse Jakob Roth tritt zurück

Doch noch ein gewichtiger Rücktritt im NOS-Verband. An der Delegiertenversammlung des Nordostschweizerischen Schwingerverbandes in Nesslau, wurde der Rücktritt des zweifachen Eidgenossen Jakob Roth bekannt.
In Gais erkämpfte sich Jakob Roth (oben gegen Rolf Kropf) seinen 13. und letzten NOS-Kranzgewinn.

Jakob Roth gewann insgesamt 86 Kränze, davon 15 Bergkränze, 18 Teilverbandskränze sowie zweimal eidgenössisches Eichenlaub (2010 in Frauenfeld und 2013 in Burgdorf). Mit dem Innerschweizer Kranzgewinn 2012 in Sarnen hat er seine Kranzsammlung komplettiert und ist seither im Besitze sämtlicher Teilverbands- und Bergkränze. Seinen einzigen Kranzfestsieg errang Roth am Zürcher Kantonalschwingfest 2011 in Wald.

Mister zuverlässig
Roth war die Zuverlässigkeit in Person im NOS-Verband. Oftmals stand er im Schatten seiner beiden Klubkameraden und Schwingerkönige Jörg Abderhalden sowie Arnold Forrer. Seine sehr solide Verteidigung gepaart mit technisch präzisen Angriffsschwüngen aus allen Lagen haben ihn zu einer wichtigen Stütze des NOS-Teams gemacht. Eine besondere Stärke Roths waren die Grittelen sowie die Bodenarbeit.
 
Höhepunkt Unspunnen 2011
Seine grössten Erfolge erreichte Roth relativ spät. 2004 in Luzern verpasst er den eidgenössischen Kranz duch eine Niederlage im achten Gang gegen den damaligen Spitzenschwinger Heinz Suter. Sechs Jahre später, 2010 in Frauenfeld, erreichte er die höchste Auszeichnung dank eines Gestellten im letzten Gang gegen Ivo Laimbacher. Ein Jahr später folgte der einzige Kranzfestsieg und 2013 der ruhmreiche Abschluss am Eidgenössischen Schwingfest in Burgdorf, wo er im letzten Gang den Schwyzer Beat Kennel besiegte. Den absoluten Höhepunkt seiner Laufbahn errang Roth jedoch am Unspunnenschwinget 2011 in Interlaken, wo er mit fünf Siegen im Rang zwei, hinter Daniel Bösch, für einen Nordostschweizer Doppelsieg sorgte. Dabei bezwang der Toggenburger an diesem Fest die vier Eidgenossen Peter Imfeld, Adi Laimbacher, Andreas Ulrich und Willy Graber.

Langüberlegter Rücktritt
Nachdem Köbi Roth am verregneten St. Galler Kantonalen 2013 in Benken den Kranz verpasste, wollte er ursprünglich noch eine Saison anhängen, um dieses Missgeschick zu bereinigen. Der Beruf, die Familie mit zwei Kindern und das Alter - Roth wird im Mai 37-jährig, haben Roth im Hinblick auf die Delegiertenversammlung des Nordostschweizerischen Schwingerverbandes vom 19. Januar zum Entschluss gebracht, zurückzutreten. Der stehts bescheidene Sennenschwinger hat bereits zwei neue Aemter inne. Letzten Herbst hat er das Präsidium beim Schwingklub Wattwil übernommen. Und, da sein Schwingklub den Zuschlag für das Nordostschweizerische Schwingfest 2016 in Wattwil erhielt, ist Köbi Roth auch in diesen Grossanlass involviert. Mit dem Rücktritt von Jakob Roth sind im NOS-Verband noch 18 Eidgenossen aktiv, auf nationaler Ebene sind es noch 59.  

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