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Eidgenosse Remo Stalder tritt zurück

Nach 21 Jahren als Nachwuchs- und Aktivschwinger hat Remo Stalder seinen Rücktritt erklärt. Der 57-fache Kranzschwinger blickt auf eine erfolgreiche Laufbahn zurück und möchte auch in Zukunft dem Schwingsport weiter erhalten bleiben.
Remo Stalder (gegen Lukas Räber) tritt vom aktiven Schwingsport zurück. (Foto: David Sigg)

Bereits in der Saison 2021 war der Solothurner Eidgenosse Remo Stalder auf den Schwingplätzen als aktiver Schwinger verletzungsbedingt nicht anzutreffen. Jetzt hat der Landwirt entschieden, dass er auch nicht mehr zurückkehrt und seine Schwinghosen endgültig an den Nagel hängt. "Einerseits habe ich gesundheitlich mit Knie- und Schulterproblemen zu kämpfen, andererseits fehlt mir auch die Zeit durch meine berufliche Tätigkeit als Landwirt sowie als Familienvater, um das Training gewissenhaft zu betreiben", sagt der im Dezember 32 Jahre jung werdende Sennenschwinger.

Remo Stalder überlegte sich lange, ob er allenfalls 2022 am Solothurner Kantonalschwingfest zurücktreten soll, liess es am Ende aber sein. "Das hätte nochmals Trainingsaufwand bedeutet, denn einfach so antreten ohne sportliche Ambitionen wollte ich nicht. Der nun gefällte Entscheid passt für mich."

Höhepunkte 2012 und 2013
Seit seinem ersten Kranzgewinn am Basellandschaftlichen Kantonalschwingfest 2007 hat sich Remo Stalder zu einem der fleissigsten Kranzsammler im Nordwestschweizer Schwingerverband entwickelt. Über Jahre gehörte er zu den Leistungsträgern. Die sportlichen Höhepunkte erlebte das Mitglied vom Schwingklub Mümliswil-Ramiswil in den Jahren 2012 und 2013. Am Solothurner Kantonalschwingfest 2012 in der Kantonshauptstadt Solothurn verlor er zwar im zweiten Gang gegen den Gast Schwingerkönig Kilian Wenger, konnte allerdings die übrigen fünf Gänge siegreich gestalten. Im Schlussgang bezwang er damals Lorenz Blatter und feierte damit den verdienten Kranzfestsieg.

Ein Jahr später am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf hielt sich Stalder bis zum achten Gang im Kampf um den begehrten Kranz. Als Aussenseiter hatte er im letzten Gang gegen den zweifachen Eidgenossen Martin Koch anzutreten und konnte diesen bereits im ersten Zug mit seinem gefürchteten Kurz zu Boden bringen und vervollständigen. Der ESAF-Kranz 2013 strahlt in der Eichenlaub-Sammlung von Remo Stalder am hellsten. Neben dem ESAF-Eichenlaub gewann er aber auch fünf Berg- (drei Mal Weissenstein und je einmal Rigi und Brünig) sowie elf Teilverbandskränze (sieben Mal Nordwestschweiz sowie je einmal Bern, Inner-, Nordost- und Südwestschweiz). 

Funktionärslaufbahn schon gestartet
Dem Schwingsport will Remo Stalder erhalten bleiben. "Nur schon wegen den tollen Freundschaften, die sich über die Jahre entwickelt haben", sagt der im Jahr 2000 dem Schwingklub Mümliswil-Ramiswil beigetretene Stalder. Bereits jetzt amtet der Eidgenosse und 57-fache Kranzschwinger als Technischer Leiter bei seinem Schwingklub und unterstützt auch den Solothurner Kantonal-Schwingerverband, wenn er gebraucht wird. "Ich möchte dem Schwingsport gerne etwas zurückgeben, denn ich konnte viele Jahre profitieren."

Im Artikel erwähnt: 

Manuel Röösli

Redaktionsleitung

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