Ein Sonntag im Zeichen der Jungen

Ein von Überraschungen und jungen Athleten geprägtes Wochenende hat zwei neue Kranzfestsieger hervorgebracht. Reto Nötzli siegte am Innerschweizerischen Schwingfest in Cham, Curdin Orlik gewann den Walliser Ehrentag in St. Martin.
Reto Nötzli (oben) gewann in Cham sein erstes Kranzfest, dies gleich in Form eines Teilverbandsanlasses. (Foto: Tobias Meyer).

Nicht die bewährten Innerschweizer Zugpferde und auch keiner der hochgelobten Gäste dominierten das bei heissem Wetter durchgeführte zweite Teilverbandsfest in Cham. Mit dem 25-jährigen Ausserschwyzer Reto Nötzli und dem einheimischen erst 18-jährigen Zuger Pirmin Reichmuth standen sich zwei junge Schwinger im Schlussgang gegenüber. Dabei setzte sich der Schwyzer Eidgenosse in der neunten Minute mit innerem Haken durch. Für Nötzli war dies der erste Kranzfestsieg und dies gleich auf Stufe Teilverbandsfest.

Pirmin Reichmuth - die Attraktion
Für Begeisterungsstürme in der mit 8500 Zuschauern restlos ausverkauften Arena in Cham sorgte ein Einheimischer, Pirmin Reichmuth. Nach zwei Siegen bestimmte er auch das Duell gegen Unspunnen-Sieger Daniel Bösch. Mit dem zweiten Gestellten in der ersten Wettkampfshälfte kamen weder Bösch noch die übrigen Gäste bereits zur Halbzeit nicht mehr für den Festsieg infrage. Mit zwei weiteren Siegen, im fünften Gang gegen Kantonalfestsieger Alexander Vonlaufen, verblüffte Pirmin Reichmuth die Fans auch in der zweiten Tageshälfte. 

Ehrenplatz für Philipp Laimbacher
Hinter Reto Nötzli kamen mit Philipp Laimbacher und Benji von Ah zwei erfahrene Innerschweizer auf die Ehrenplätze. Laimbacher verlor das Anschwingen gegen Thomas Sempach, ehe er alle Gänge zu seinen Gunsten entschied. Benji von Ah stoppte im fünften Gang die Siegesabsichten des heuer zweifachen Kranzfestsiegers auf Innerschweizer Gebiet, Christian Schuler. Nebst den beiden Schlussgangteilnehmern brillierte mit Joel Wicki ein weiterer junger Athlet. Der 17-jährige Sörenberger gewann fünf Duelle, zuletzt gegen Edi Kündig. Unter den 36 abgegebenen Kränzen gab es nicht weniger als zehn neue Teilverbandskranzer. Sandro Strebel (Baar) und Pascal Bösch (Ibach) kamen gar zu ihrem ersten Schwingerkranz.

Curdin Orliks Premiere
Bei zweiten Kranzfest in der Südwestschweiz, dem Walliser in St. Martin, gelang dem Bündner Curdin Orlik der erste Kranzfestsieg. Orlik, erst letzten Sonntag in Wigoltingen zum Teilverbandskranzer aufgestiegen, besiegte bereits im Anschwingen Favorit Michael Nydegger. Während der Freiburger nie mehr um den Festsieg eingreifen konnte, gewann Orlik fünf Duelle und musste lediglich Samuel Dind einen Gestellten zugestehen. Die Schlussgangteilnahme verpasste der 21-Jährige um einen Viertelpunkt. Für den Schlussgang qualifizierten sich die beiden Waadtländer Pascal Piemontesi und Michael Matthey. Da die beiden stellten, profitierte zuletzt in Person von Curdin Orlik ein "Exil-Waadtländer."

Klubinterner Schlussgang
Das Sommerschwingfest auf dem Nollen brachte zwei Sieger hervor. Im Schlussgang besiegte Mario Schneider seinen Klubkameraden vom Schwingklub am Ottenberg, Samuel Giger. Da Tobias Krähenbühl im letzten Gang gegen Patrick Schmid ebenfalls eine Zehn erarbeitete, klassierte er sich neben Schneider im Rang 1b als Co-Sieger.

Kommentare